Karim Bellarabi nach Hoffenheim, sagen die Spatzen

On 27. August 2010 by togo

Bald keine gelben Stutzen mehr für Karim Bellarabi?Spatzen sind schon tolle Vögel. Sie sind frech wie Oskar, wenn es darum geht, anderem Federvieh Futter abzujagen. Sie sind neugierig wie die Stasi und sitzen mit Vorliebe an Fenstern und beobachten das Leben der Anderen. Und sie können von Dächern pfeifen. Besonders dann, wenn es darum geht, Transfergerüchte im Fußball unter die Leute zu bringen. Man könnte also durchaus behaupten, dass Spatzen eine Art PR-Agentur der Natur sind.

Im konkreten, die Braunschweiger Eintracht betreffenden Fall geht es um den Nachwuchsspieler Karim Bellarabi. Dass der Junge Talent hat, sieht ja mittlerweile jeder. Ich habe Karim bereits zu Oberneuländer Jugend-Zeiten spielen gesehen und mir damals oft gedacht, dass er wohl was für Eintracht sein könnte. Das hat Eintracht dann auch so gesehen und ihn in die Löwenstadt geholt.

20 Jahre ist der Rechtsaußen jetzt gerade mal alt, aber den Spatzen zufolge soll sich bereits die halbe Bundesliga um ihn reißen. Beim peinlichen Grottenkick in München unter der Woche soll entsprechend die Prominenz der Beletage auf der Tribüne gesessen haben. Dass der junge Spieler noch einen Vertrag bis 2012 (Edith meint, sogar nur bis 2011) hat und es seiner Entwicklung (aber auch der der Eintracht) schaden könnte, wenn er zu früh (und vor allem während der laufenden Saison) in die Bundesliga wechselt, interessiert naturgemäß weniger.

Die Spatzen pfeifen jetzt besonders penetrant einen ganz besonderen Vereinsnamen: TSG Hoffenheim! Der gefühlte Kreisligist mit der übervollen Kriegskasse soll Karim bereits einen Vertrag unter die Nase gehalten haben. Sogar konkrete Zahlen geistern bereits durch das weltweite Gewebe. So weiß ein Insider (passenderweise nennt er sich auch so) im TSG-Forum bereits ganz genau, dass Karim Bellarabi einen Vier-Jahres-Vertrag erhalten und 190.000 Euro pro Jahr verdienen soll. Welcher junge Spieler (mit Ausnahme von Tim Danneberg, für den Geld ja unwichtig ist, wie wir mittlerweile alle wissen) kann da Nein sagen? Und da Eintracht bei solchen Phantasie-Summen, wie sie in der Sky-Bundesliga anscheinend üblich sind, nun wirklich nicht mithalten kann (und hoffentlich auch will), wird der Spieler uns wohl verlassen.

Jetzt kommt es nur noch darauf an, was die TSG Hoffenheim zu zahlen bereit ist. Vor allem, da es definitiv nicht nur um den Wert des Spielers geht, sollten die Süddeutschen kräftig in die Tasche greifen. Denn wenn Bellarabi jetzt wechselt, wird Eintracht kaum noch die Zeit haben, adäquaten Ersatz für die rechte Außenbahn zu finden. Gut möglich, dass diese Schwächung das Saisonziel Aufstieg in Gefahr bringt. Es liegt also an Hoffenheim, Eintracht dieses Risiko ein wenig zu versüßen.

Auf keinen Fall darf der Spieler für ein Taschengeld im fünfstelligen Bereich abgegeben werden. Eine Summe in Höhe eines Jahresgehalts, also um die 200.000 Euro, sollten es schon sein. Dazu ist Manager Marc Arnold gefordert, weitere Schmankerln in den Ablösevertrag zu bekommen: Beteiligung am Weiterverkauf, Sonderzahlungen bei Erreichen des internationalen Wettbewerbs und bei Erreichen einer bestimmten Spieleanzahl. Und, ja, ich habe zuletzt Fußball Manager gespielt 😉

Seh to, Karim, mien Bremer Jung. Du büss ’n bannig fien Kerl, und nu krich dat hin, datt wi ’n beten wat in de Kasse kregen. Dat de Lüüt bi Eintracht mol wat anners to freten kregen as Arfensupp!

One Response to “Karim Bellarabi nach Hoffenheim, sagen die Spatzen”

  • Man hört ja oft, dass Bellarabi nicht zu den Hoffis gehen wird, weil er gegen die nigerianischen / bosnischen / brasilianischen Nationalspieler keine Chance hat. Ich werf mal in die Runde, dass Hoffi II bis zum Wochenende auf Platz 1 der Regionalliga Süd stand. Dem Kraichgauer Dorfverein ist sicherlich zuzutrauen, auch mal einen Koffer voll Tausender in die Hand zu nehmen, um die eigene Zwoote nach Liga 3 zu bringen. Es wird demnächst also vielleicht noch enger in den (teilweise neu ausgebauten) Gästeblocks der Liga…

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