Schickt die Rothemden herein!

On 26. Oktober 2010 by togo

Hannover: So grau, da begehen sogar die Spitzenverdiener Selbstmord.Irgendwie war es ja klar, dass es der laufende Minderwertigkeitskomplex Hannover 96 nicht lange aushalten würde, dass es zur Braunschweiger Eintracht sowohl einen Kinofilm als auch ein Theaterstück gibt. Und wie es sich für ein Rädchen im System der Kommerzmaschinerie gehört, bemüht man gar nicht erst eigene Fans, sondern schaltet sofort das befreundete öffentlich-rechtliche Zwangs-Bezahlfernsehen ein, um wenigstens den Anschlusstreffer zu erzielen. Kaum zu glauben, aber unsere Fernsehgebühren gehen wirklich dafür drauf, dem „HSV Dynamo“ in einem Tatort eine Bühne zu bester Sendezeit zu bieten.  In West-Peine nichts Neues also, könnte man meinen. Wäre da nicht eine bemerkenswerte, aber irgendwie nicht unerwartete Pietätslösigkeit auf Seiten der schwarzweißgrünen Roten.

Die Leopedia, Euer Online-Magazin für Stil und gute Umgangsformen, hat sich für Euch schon mal schlau gemacht und herausgefunden: Es geht um Mord! Okay, das ist in einem Tatort nicht unbedingt selten. Aber was es so pikant macht, ist, dass ein Spieler umgebracht wird. Angesichts der Tatsache, dass es nicht einmal ein Jahr her ist, dass sich 96-Torhüter Robert Enke das Leben nahm, ist das schon eine beachtliche Geschmacklosigkeit. Die übrigens nur noch dann zu übertreffen wäre, wenn es sich bei dem ermordeten Spieler um den Torwart handelte, den man auf die Gleise der Straßenbahn warf.

Ob man beim Possenclub Hannover 96 überhaupt bemerkt, wie pietätlos ein solcher Tatort ist? Sicherlich nicht. Denn Stil und Geschmack waren noch nie die Stärke des Staatsvereins. Na dann, schickt die Rothemden herein!

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