Wer will in den Tempel? Teil 1: Die Bundesliga-Absteiger

On 13. Februar 2011 by togo

Götterdämmerung - wer will in den Tempel?Unglaublich, wie stark sich unsere Eintracht zurzeit präsentiert. Selbst in Wehen bei einem wirklich guten Gegner gelingt dieser Mannschaft ein 2:0-Erfolg. Der Aufstieg ist zum Greifen nahe. Allerdings, nichts anderes hatte das Orakel von Juri bereits zum Start der Saison prophezeit. Wir sollten also nicht allzu überrascht sein 😉

Überraschen lassen müssen wir uns allerdings, wer aus der ersten Bundesliga unbedingt zu uns in den Tempel kommen will. Die Leopedia, Euer Fachblatt für Kaffeesatzleserei, hat sich die heißesten Kandidaten einmal angeschaut und die Ernsthaftigkeit ihrer Absichten bewertet.

FC St. Pauli: Die Hamburger spielen als Aufsteiger eine richtig gute Saison. Von vielen als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, hat sich das Team bisher gut verkauft und steht vor dem Nachholspiel beim Hamburger SV auf einem guten 12. Platz mit bereits 25 Punkten.
Tendenz: Zu stark und motiviert, um abzusteigen.

1. FC Köln: Immer gut für eine Zwischenserie – positiv wie negativ. Aktuell belegen die Domstädter Platz 13 mit 25 Punkten. Zuletzt gelangen starke und unerwartete Siege gegen die Bayern und Mainz.
Tendenz: Wenn Köln seine jetzige Form halbwegs halten kann, sollte der Klassenerhalt klappen.

SV Werder Bremen: Werder und Eintracht galten lange Zeit als so etwas wie siamesische Zwillinge. Mitte der Achtziger trennten sich die Wege. Aktuell spielt Werder eine erbärmliche Saison – allerdings nicht ganz unerwartet. Das glückliche Händchen Klaus Allofs‘ scheint Geschichte zu sein, und nicht wenige meinen, dass Thomas Schaaf als Trainer abgenutzt sei. Werder belegt den 14. Platz mit 24 Punkten – die schlechteste Platzierung seit ich weiß nicht wann.
Tendenz: Der Kader hat keine Erfahrung mit dem Abstiegskampf. Und über einen zwölften Mann verfügt man in Bremen nicht. Werder könnte zur negativen Überraschung der Saison werden.

„VfL“ Wolfsburg: Dieter Hoeness macht bei der Betriebssportgruppe einen riesen Job! Besser als er hätte keiner von uns Volkswagens Rache an der Region abstürzen lassen können. Die Mannschaft spielt blutleer und erfreut die Republik mit immer neuen Niederlagen. Ob ausgerechnet Pierre Littbarski die richtige Wahl ist, die zusammen gekaufte Truppe zu einer Einheit zu formen, darf bezweifelt werden.
Fazit: Trümmertruppe ohne Leben, dazu bei Heimspielen eine Stimmung wie beim Pinguin-Weitwurf in der Antarktis. Der „VfL“ ist ein ganz heißer Kandidat für den Tempel!

1.FC Kaiserslautern: Die Pfälzer haben 23 Punkte und belegen den Relegationsrang. Als Aufsteiger spielen sie eine ordentliche Saison. Dass man gegen den Abstieg spielen würde, war zu erwarten. Im Kampf um den Klassenerhalt hat der FCK zwei Vorteile: Die Mannschaft steht vor keiner unerwarteten Aufgabe, und das Publikum unterstützt sie dabei.
Tendenz: Kaiserslautern hat vielleicht am wenigsten Druck von allen Kandidaten, weil die Mannschaft von Anfang an wusste, was sie erwartet. Wir können uns Lautern gut ein oder zwei Plätze besser vorstellen als zurzeit, also kein Tempel-Besuch in der kommenden Saison!

VfB Stuttgart: Der VfB hat da unten „eigentlich“ nichts zu suchen. Aber seit Beginn der Saison ist bei den Schwaben der Wurm drin. Zuletzt kassierte man zuhause ein 1:4 gegen den 1.FC Nürnberg! Als Tabellen-17. mit 19 Zählern hat man bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.
Tendenz: Der VfB wird noch punkten und ein paar Plätze klettern. Die Mannschaft ist zu stark für den Abstieg. Kein VfB Stuttgart in Braunschweig, zumindest kommende Saison noch nicht.

Borussia Mönchengladbach: Der Tabellenletzte liegt bereits sieben Punkte hinter Platz 16. Allerdings hat man gerade erst Trainer Michael Frontzeck gefeuert. Wer auch immer neuer Coach wird, er ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Der Kader ist schwerlich bundesligatauglich, die Fans zurecht erbost.
Tendenz: Die Borussia wird absteigen und nächste Saison im Tempel auflaufen dürfen!

Wer wird Borussia Mönchengladbach auf der Wallfahrt ins Eintracht-Stadion begleiten dürfen? Wenn wir alle Vorzeichen korrekt deuten, wird es der „VfL“ Wolfsburg sein. Auf den wartet in der kommenden Saison dann gleich der nächste Schock, nach dem Abstieg – die Spieler werden erleben müssen, dass die Menschen in Ostfalen gar nicht kühl und distanziert, sondern durchaus begeisterungsfähig sind. Nur eben nicht überall und bei allem – es muss schon um etwas Authentisches gehen! Vertrösten wird uns dagegen der SV Werder, der sich in den Relegationsspielen gegen den FC Augsburg durchsetzen wird.

One Response to “Wer will in den Tempel? Teil 1: Die Bundesliga-Absteiger”

  • Leider enthält dieser Artikel eine kleine Ungenauigkeit: Beim Pinguin-Weitwurf kann die Stimmung nämlich richtig gut sein, wenn der Yeti mit seinem Baseball-Schläger die korrekte Schlagtechnik raus hat. Das PC-Spiel war vor circa sieben Jahren ja wohl DER Hit. Das Publikum war jedenfalls begeistert.

    Kein Vergleich also zur trostlosen Resignation, die sich bei den Arenakunden am Mittellandkanal breitgemacht hat. Vielleicht sollte man ihnen statt Wölfi mal einen Yeti mit Baseballschläger als Maskottchen anbieten. In der Halbzeitpause dann Yeti, der Haarige, gegen Dieter, den Haarlosen. Da gibts in der Arena eine bessere Stimmung als beim 90-minütigen Rahmenprogramm.

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