Die Achse des Bösen

On 23. März 2011 by togo

Der Schnabelmann hat natürlich DauerkarteDie Achse des Bösen – so wird das Viergestirn aus FC Basel, Eintracht Braunschweig, 1. FC Magdeburg und Waldhof Mannheim scherzeshalber auch genannt. Dabei wurde der Name nicht von irgendwelchen missgünstigen Klinkenputzern oder freundschaftslosen Autoschraubern verliehen – es waren die Fanszenen der beteiligten Vereine selbst, die sich hier einen unseligen Ausdruck Georg Doppelbushs aus dem Jahre 2002 zu eigen machten, um sich selbst zu persiflieren. Aber wie sieht es zurzeit sportlich aus bei den beteiligten Clubs? Die Leopedia, Euer Online-Fachmagazin für Blicke über den Tellerrand, hat sich da mal ein wenig schlau gemacht:

FC Basel 1893

Der FCB ist Spitzenreiter der ersten Liga mit sieben Punkten Vorsprung auf den FC Zürich. Am Wochenende gab es ein 2:1 beim Grashopper Club, Basel ist also klar auf Meisterschaftskurs! Im Pokal allerdings ist der FCB anfangs des Monats beim zweitklassigen FC Biel-Bienne mit 1:3 rausgeflogen.
In der Champions League musste sich Basel nach der Vorrunde aus dem Wettbewerb verabschieden. Dabei hatte man viel Pech, denn der Zweitplatzierte AS Rom war einholbar. In Rom hatte der FCB sogar mit 3:1 gewonnen. Und Gruppensieger Bayern München hatte man ebenfalls am Rande einer Niederlage. In der Zwischenrunde der Europa-Liga (seltsame Regularien haben sie da bei der UEFA) flog Basel dann wieder unglücklich gegen Spartak Moskau raus.

Eintracht Braunschweig

Auch der BTSV ist Spitzenreiter. Angesichts von mittlerweile 16 Punkten Vorsprung auf Platz drei (angenommen, Dresden gewinnt sein Nachholspiel gegen Heidenheim) ist der Aufstieg in die zweite Bundesliga wohl nicht mehr zu verhindern. Es scheint nur eine Frage der Zeit, wann und wo der Aufstieg fest steht – nicht mehr ob. Das gilt besonders seit dem 2:1-Erfolg über Verfolger Hansa Rostock am vergangenen Sonntag.
Im DFB-Pokal flog Eintracht unglücklich in der ersten Runde raus – Sekunden vor Abpfiff der Verlängerung erzielte Greuther Fürth das 1:2. Die Pflichtaufgaben im Niedersachsen-Pokal hat Braunschweig bisher alle souverän gemeistert. Der Verein steht im Endspiel und wäre also auch ohne Aufstieg für den nächstjährigen Bundespokalwettbewerb qualifiziert.

1. FC Magdeburg

Der Club ist unser Sorgenkind. Nicht unerwartet (schon vor der Saison gab es laute Zweifel an der Kaderzusammenstellung) steckt der FCM mitten drin im Abstiegskampf der Regionaliga. Es scheint nur noch darum zu gehen, den momentan belegten 14. Tabellenplatz, den letzten Nichtabstiegsrang, zu behalten. Wenn es ganz dumm läuft, nehmen ausgerechnet die Amateure des BTSV den Magdeburgern diesen Platz weg… das wäre nach der geplatzten Drittliga-Qualifikation 2008 die zweite Belastung für das freundschaftliche Verhältnis der beiden ostfälischen Vereine in kurzer Zeit. Darauf können wir gern verzichten.
Im Landespokal steht der Club im Viertelfinale, muss hier aber am 30.03. beim Halleschen FC antreten. Die Chemiker sind aktueller Fünfter der Regionalliga und klar favoritisiert. Auch hier sieht es nicht danach aus, als sollte der FCM glänzen können.

SV Waldhof Mannheim 07

Der SVW steht in der Oberliga Baden-Württemberg auf dem zweiten Tabellenplatz. Trotzdem ist es eher unwahrscheinlich, dass die Mannheimer noch einmal in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen können, denn Spitzenreiter FC Nöttingen ist elf Zähler entfernt. Allerdings schwächelte Nöttingen zuletzt, und Waldhof hat noch ein Nachholspiel. Vielleicht geht da doch noch was?
Im Landespokal hat Waldhof Anfang März ausgerechnet im Derby beim VfR die Segel streichen müssen. Es wird also auch 2011 leider nichts mit einer DFB-Pokalteilnahme.

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