Im Gelben Trikot

On 23. Juli 2011 by gialloblu

Njoy bremst auch für Wolfsburg - wir sind noch mitten in der MeinungsfindungVielen Dank für die zahlreichen E-Mails, auch für die säckeweise Fernschreiben, Telegramme und Postkarten aus den Postleitzahlbereichen 30159 – 30669 und 38440 – 38448, die uns seit gestern Nachmittag erreichten. Gesucht wurde ein Fehler, der in einem dieser zwei scheinbar gleichen Bilder – Original und Fälschung – versteckt wurde. Hier die Auflösung:

Original

Fälschung

In vielen Punkten scheinbar gleich sind sich auch der Radsport und der Fußball: Bei der Tour de France trägt der Führende in der Gesamtwertung das Gelbe Trikot – „mit pfiffigen, blauen Details im Vintage-Look“, würde ein führendes Sportlifestyle-Unternehmen hinzufügen. Nicht anders ist die Situation in der Zweiten Liga, wo sich seit der ersten Etappe vom letzten Sonntag der Patron im strahlend hellen Gelb von der grauen Masse im Peloton abhebt: Eintracht Braunschweig. Als der Luxemburger Andy Schleck gestern in den Alpen mal kurz ins Gelbe Trikot schlüpfte, feierten ihn seine Fans, deren Fahnen „De Roude Léiw“ ziert – ein Löwe, der fast so schön ist wie der rote Braunschweiger Löwe auf den Fahnen der Eintracht!

Wo Licht ist, gibts jedoch auch Schatten. Das gefälschte Wort „Leopard“ auf dem Suchbild führt bereits auf die richtige Fährte: Bei Leopard denkt man an Leopard II, bei Leopard II denkt man an Panzerbauer – und schon befinden wir uns in der Schattenwelt am Kanal, die nicht nur von Lokomotivführern boykottiert wird. An einem Ort, wo kaum noch ein ICE im Behelfsbahnhof hält, müssen andere Fortbewegungsmittel in die Bresche springen. Wie wäre es, um an dieser Stelle beim Tour-Thema zu bleiben, mit dem Fahrrad? Natürlich hat das Bike den Nachteil, dass es an den Fahrer minimale Anforderungen in punkto Geschicklichkeit, Ausdauer und Koordinationsvermögen stellt – kein Wunder also, dass vor einigen Tagen nur ein einziger Kunde aus dem Umfeld der Betriebssportgruppe für dieses Rundfahrt-Event gewonnen werden konnte.

Ohne ICE und ohne Hilfsmotor am Fahrrad bleibt in der Werkssiedlung also nur noch das Auto als Mittel zur Flucht oder zur täglichen Fortbewegung. Vielleicht ein Autobus, um weiterhin beim Tour-Thema zu bleiben – also jenem geschlagenen Restfeld, in dem dutzende Profis bei relativ gemütlichem Tempo ihre Arbeit erledigen. Sozusagen der VfL des Radsports, der gestern mit über 25 Minuten Rückstand das Ziel in Alpe d’Huez erreichte. Oder gleich der Besenwagen, der vielleicht am Ende der kommenden Saison die Reste des deklassierten VfL einsammelt. Zumindest eine Prognose kann man schon heute mit Gewissheit geben: Dass der BTSV auch am Ende dieser Saison noch stolzer Träger eines Gelben Trikots sein wird!

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