Wie Werte zerstört werden und ein Wohngebiet in Verruf gerät…

On 6. August 2011 by togo

Das Haus neben uns hat (einen) neue(n) Bewohner: Während sein/ihr Vorgänger (einen akzeptablen) Fußballgeschmack hatte und am Fahnmast im Garten einen roten Löwen flattern ließ, verschandelt nun der auf dem Bild gezeigte Lappen nicht nur seinen Garten sondern die gesamte Nachbarschaft:

Mit einem Wort: Ekelhaft!
Ein harter Schlag für alle Wohnraumeigentümer in der Nachbarschaft, denn die eigene Immobilie wird nun signifikanten Wertverlust erleiden. Wie schlimm ist es für jemanden, der sein Eigenheim verkaufen muss, weil er zum Beispiel berufsbedingt umzieht und nun – wenn überhaupt – nur noch einen Bruchteil des ursprünglich Investierten beim Verkauf wieder herausbekommt. Vermieten stellt keine Alternative zum Verkauf dar, denn eine ordentliche Miete wird sich aufgrund solch eines Makels in der Nachbarschaft sicher nicht erzielen lassen.
Auch Mieter werden mit dieser Situation langfristig nicht glücklich werden: Sinkende Mieten mögen zwar kurzfristig für gute Laune sorgen, doch wenn sich der Lappen erst einmal herumgesprochen hat und das Wohngebiet entsprechend in Verruf gerät, wird die anfängliche Freude der Schamesröte weichen, die sich einstellt, wenn man gefragt wird, wo man wohnt. Im Nu wird eine ehemals beliebtes Wohngebiet so zum gemiedenen Problemviertel.
Zusammenfassend muss man konstatieren, dass das Aufhängen eines solchen Fetzens ausschliesslich Nachteile für alle Betroffenen mit sich bringt…warum macht man so was also?
Für uns wird die nächste Zeit sehr spannend, wird sich doch zeigen, ob wir gute Freunde haben, die uns trotzdem weiterhin besuchen…ansonsten kann es für uns sehr einsam werden.
Gegenmaßnahmen behalten wir uns vor und werden die Augen nach Angeboten für Fahnenmaste offen halten…

3 Responses to “Wie Werte zerstört werden und ein Wohngebiet in Verruf gerät…”

  • Gentrifizierung mal andersrum… oO
    Ein ganz klarer Grund für das gesetzlich legitimierte formieren von Bürgerwehren!
    Kann man da nichtmal Godzilla’like die dicke Vera u. die noch dickere Tine vom Kölner Qualtätssender aufs Gründstück jagen…quasi als TagTeam, den Rest erledigt dann der Zwegat u. Ruhe ist!
    Ansonsten: London’s calling!!!
    Zum Tontaubenschießtrockentraining eignet sich der hässliche Lappen bis dahin sicher ganz formidabel.

  • …könnte man darauf schieben, dass sich das zweite „n“ im Knick
    der Fahne befindet…ist allerdings auch möglich, dass es vergessen wurde…wer weiß das schon!

  • Das geilste ist ja das der 95+1 Nachbar noch nicht einmal Hangover richtig auf die Fahne schreiben kann. Auf dem Foto fehlt zumindest 1 n!!!

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