Traumland vorübergehend geschlossen!

On 6. November 2011 by togo

Wir schreiben den 04. November 2011 n. Chr. um ca. 18.00Uhr im Stadion an der Hamburger Straße: „Ungefähr 22.355 Zuschauer warten vergebens auf die Mannschaften und das Schiedsrichtergespann. Auf den Anzeigetafeln wird bekannt gegeben, dass aufgrund von verkehrstechnischen Problemen der Anpfiff um 15 Minuten verschoben wird. Nach der Anzeige schaute man im weiten Rund in eine Vielzahl von enttäuschten Gesichtern. Durch die nicht erwartete Verspätung wurde bei vielen Zuschauern der „Biorhythmus“ durcheinander gebracht. Speisen und Getränke wurden vor dem Betreten des jeweiligen Blocks für exakt 45 Minuten eingekauft, die nicht bedachte Extrazeit war so nicht einkalkuliert. Die erste große Enttäuschung des Abends. Wohl gemerkt: „Die Erste und nicht die Letzte!“ Wir sollten diese 15 Minuten sinnvoll nutzen und uns gemeinsam einen Rückblick auf die vergangenen Tage hingeben.“

Montag, 31. Oktober im Jahre des Herren 2011, um ca. 22.07Uhr in Fürth:“ So eben sind 10.240 Menschen Zeuge eines Wunders geworden. Der gefühlte unschlagbare Tabellenführer wurde vor wenigen Minuten „Opfer“ der Braunschweiger Eintracht. Sensation! Weltwunder! Unfassbar! Historisches Ereignis! Jahrhundert-Sieg! Das waren die häufigsten Beschreibungen für die nicht eingeplanten drei Punkte des BTSV im fernen „Freistaat“ Bayern. Das Fernsehen reagierte zügig mit diversen Sondersendungen à la ZDF „spezial“, ARD „Brennpunkt“ und RTL unterbrach „Bauer sucht Frau!“ Menschen versammelten sich spontan via Facebook und anderen sog. Social-Networks auf den großen Plätzen der Republik um diesen großen Sieg der Lieberknecht-Elf gebührend zu feiern. Die nächsten Tage waren nicht weniger Historisch. Joachim Löw lobte öffentlich die Löwen-Elf, Felix Magath überlegte seinen unterbezahlten Job bei einem wenig bekannten Fussballverein in der Nähe von BS zu kündigen, um bei der Eintracht den neuen Fan-Shop im Schlosscarree leiten zu dürfen, Lionel Messi und Ronaldo erkundigten sich nach Direktflügen von Madrid nach Braunschweig und Theo Zwanziger bestellte sich im Internet Eintracht Braunschweig-Bettwäsche. Es waren wunderbare Tage bis zum Spiel gg. die Eisernen aus dem schönen Köpenick.“

-Zeitsprung-

04.November 2011 um 18.15Uhr im Stadion an der Hamburger Straße:“Elf Männer mit „Union-Logo“ auf der Brust und Bastian D. aus Rostock, Gesandter von König Theo aus Frankfurt a.M., haben es sich zur heutigen Aufgabe gemacht die Lieberknecht-Boys auf ihrem Direktmarsch zur zweiten Deutschen Meisterschaft und zukünftigen Champions-League Teilnahme aufzuhalten. „Mission Impossible“ für zwölf Männer in Braunschweig! Aber diese Männer waren aus einem anderen Holz geschnitzt. Ihre Blicke erinnerten an den Gesichtsausdruck von Bruce Willis, kurz bevor dieser in das Space Shuttle stieg um einen Asteroiden in den Ar… zu treten! Diese Männer waren zu allem bereit. Diese Männer hätten nach dem Sex auch noch gekuschelt. Bastian D. versammelte die Unioner kurz vor dem Anpfiff um sich, klatschte mit allen ab und versprach:“Jungs, gemeinsam kriegen wir das heute Abend schon hin!“ Danach setzte er sich seine schwarze Maske auf, nahm seine Laser-Pfeife und startete seine Mission! Auf den bundesdeutschen TV-Geräten begann oben rechts die Uhr zu laufen. Auf weiten Teilen des Planeten kam das Leben zum stillstand. Christian Wulff unterbrach den Abwasch, Silvio Berlus(t)coni verschob eine seiner regelmäßigen (Samen-) Spenden-Galas und Angela Merkel gab dem kleinen Philip R., von der noch kleineren FDP, den Schlüssel zum Spielparadies im Kanzleramt! Niemand wollte die kommenden 2x 45 Minuten aus Braunschweig verpassen. Während auf der Braunschweiger Bank bereits die Motive für die „Aufstieg 2012“ T-Shirts ausgesucht wurden und die gesammte BS Abwehr zum Rest-Krakauer essen bei Erich hinter Block 9 abgetaucht waren, unterbrach nach gut 5 Minuten der Spieler „Ede“ von den Hauptstädtern die „Gute-Laune-Party!“ Die T-Shirts wurden zur Seite gelegt und die BSer Abwehr musste bei Erich an der Bude eingestehen, dass sie ihr Kleingeld zum Bezahlen im Mannschaftsbus vergessen hatte. Erich war darüber so verärgert, dass er sie direkt und ohne über LOS zu laufen und 2000 Mark einzustecken, wieder auf das satte Grün inmitten der 22.355 schickte. Kurze Zeit später schaffte es Bastian D., binnen weniger Sekunden, den 11 Braunschweiger Fussball-Freunden zwei Tore wegzupfeifen. Nach genauem Studium der TV-Bilder musste man allerdings eingestehen, dass diese Entscheidung gerechtfertigt war. Aber wer braucht für Fussball schon ein Studium??? Um 19.04 pfiff Bastian D. zum obligatorischen „Pausen-Tee“, nachdem Erika ihm signalisiert hatte, dass jetzt die Teebeutel raus müssen. Torsten L. bedankte sich so überschwenglich beim Unparteiischen für seine herausragende Leistung, dass selbiger ihm mit einem Platz auf der Haupttribüne „belohnte“.

Eine 1/4 Std. später war Erikas‘ Tee bereits wieder Knopp’sche History und die Blau-Gelben wollten Bastian D. nun beweisen, dass er nicht Tom Cruise ist und seine Frau auch nicht Katie heißt. Dennis K. mit der Kapitänsbinde am Oberarm, versenkte, nach guter Vorarbeit von Nico Z., die Kugel im Netz! Die Welt konnte aufatmen…das Leben lief wieder in gewohnten Bahnen. Auf der Braunschweiger Bank wurden die T-Shirts wieder zum Begutachten ausgepackt und Erich legte neue Karakauer auf den Rost. Ken R. lächelte genüsslich, denn als einziges Mitglied der Braunschweig Abwehr hatte er dieses Mal an Kleingeld gedacht! Das Braunschweiger Bollwerk rannte nun geschlossen gg. die Eisernen an. Auf den Tribünen wurden nun wieder Wetten über die Höhe des Braunschweiger Sieges abgeschlossen….der Führungstreffer war nun eine Frage von Minuten, bzw. von Sekunden. Urplötzlich bemerkte der Braunschweiger Schlussmann Daniel D., dass er statt seiner Torwarthandschuhe die Winterhandschuhe vom Busfahrer in der Halbzeitpause erwischt hatte, da beendete der Unioner „Zoundi“ in der 80.min. mit einem unhaltbaren (jedenfalls für Winterhandschuhe) Gewaltschuss die Braunschweiger „Glückseeligkeit“. Gerade in dem Moment als der Sportdirektor Marc A. die Anmeldung für die Champions-League Saison 2013/14 in den Stadioneigenen Briefkasten schmeißen wollte, lagen sich elf Unioner mit Freudentränen in den Armen…Bastian D. schaffte es allerdings nur noch zum Abklatschen, er musste schließlich noch den Torschützen und die Spielminute notieren. Die T-Shirts wurden nun von der BSer Bank entfernt und der Putzfrau als Putzlappen übergeben. Erich spendete die auf den Rost liegenden Karakauer der Braunschweiger „Tafel“ und Ken R. ärgerte sich, dass er sich nun unnötigerweise mit dem Kleingeld in seiner Hosentasche belastet hatte. Die Welt geriet wieder aus den Fugen. Das Spiel befand sich nun schon in der Nachspielzeit und der Braunschweiger Schlussmann Daniel D. versuchte seine Kollegen im Sturm zu unterstützen, da es für ihn mit den Winterhandschuhen eh‘ nicht mehr viel zu halten gab. In den Sekunden vor dem Schlusspfiff roch es noch einmal sehr nach Elfmeter für die Löwen, doch Bastian D. hielt den Geruch für Erichs‘ Krakauer und unterließ so den fälligen Pfiff. Wenige Momente später stürmte Union -Trainer Uwe N. auf Bastian D. zu und erinnerte ihn daran, dass er jetzt mal abpfeifen solle, da alle Beteiligten ja morgen früh wieder zur Frühschicht müssten. Aus Angst keinen Sitzplatz mehr im Union Bus zu kriegen, beendete Darth Bastian D. nun mit seiner etwas schwach gewordenen Laser Pfeife die Partie und die Union Fans feierten den Sieg so überschwenglich, dass man annehmen konnte, ein deutscher Außenminister verkündet gerade wieder historisches auf einem Prager Balkon. Die Schuldigen für diese Niederlage wurden schnell ausgemacht und Konsequenzen noch am gleichen Abend getroffen: „Erich verlor seine Bratwurstbude hinter Block 9, T-Shirts sind ab sofort auf der BSer Bank untersagt und der DK-Inhaber auf der Haupttribüne muss seine Karte an Torsten L. abgeben! An diesem Abend gab es mehr als nur elf Verlierer!

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