Ein roter Löwe auf der Brust…

On 12. Juni 2012 by gialloblu

Normalerweise ist es alle zwei Jahre dieselbe Story: Die „Three Lions“ fahren mit hohen Erwartungen zu einem Turnier. Irgendwie rumpeln sie sich durch die Gruppenphase, um anschließend am ersten starken Gegner in der K.O.-Phase zu scheitern.

Eine fußballerisch positive Ausnahme war Englands EM-Mannschaft von 2004: Sie bestand im Kern aus jenen Spielern, die drei Jahre zuvor Deutschland 5:1 in München geschlagen hatte, ergänzt durch den 18-jährigen Wayne Rooney. Doch selbst die personell wohl stärkste englische Mannschaft der jüngeren Geschichte verlor ihr Auftaktspiel bei der EM in Portugal gegen Frankreich.

Heute, acht Jahre später: Englands Stars sind gealtert, viele Spieler sind verletzt oder gesperrt, seit Jahren sind keine überragenden Talente nachgerückt. Und erneut wartet Frankreich, für viele ein Favorit auf den Titel, als erster Gruppengegner. Eine unlösbare Aufgabe?
Nein, denn auch in England hat man von der Wiederauferstehung des Champion of Germany of 1967 gehört. Also weg mit den blauen Löwen, mit denen man seit 1990 in drei Turnieren an Deutschland scheiterte. Aus blauen Löwen mach rote Löwen! Und prompt holt England – anders als 2004 – zum Auftakt gegen Frankreich gleich mal einen Punkt.

Falls England sportlich noch höher hinaus will, sollte es zwei Ratschläge befolgen. Erstens: Streicht zwei Löwen aus dem Emblem, denn einer reicht. Zweitens: Guckt mal, welche Farben das Trikot des Tabellenführers eurer Gruppe, die Ukraine, hat. Wie sähe also das garantiert Erfolg bringende Shirt für England aus? Ein roter Löwe auf einem gelben Trikot mit ein paar blauen Details. Bei diesem Trikot würde sicherlich kein Mensch darauf wetten, dass ihr auch in diesem Jahr wieder am ersten starken Gegner in der K.O.-Phase scheitert!

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