EM 2012: Genialitätsgigant Deutschland demütigt Dänemark mit 2:1

On 18. Juni 2012 by gialloblu

Einst war Dänemark die stolze Heimat der Wikinger. Weiber und Kinder kreischten, Männer zitterten vor Angst und Haustiere versteckten sich in der Standuhr, wenn im Morgennebel ein Schiff voller Dänen am Ufer der Siedlung anlegte. Brave Menschen wurden geschändet und ermordet, Tiere wurden verzehrt, Hütten wurden geplündert und Kirchen wurden abgebrannt. Möglicherweise wurden sogar Tiere geschändet, Hütten verzehrt, Kirchen geplündert und Menschen abgebrannt. Es überlebte ja keiner, der vom vollen Ausmaß der Grausamkeiten berichten konnte. Diesen Dänen war damals nämlich alles zuzutrauen!

Welch ein Kontrast zum heutigen Dänen. Liegt es am Wasser, mit dem er sein Bier braut? Liegt es am Getreide, aus dem er sein Smörrebröd backt? Der moderne Däne ist nämlich der absolute Anti-Wikinger. Fans aus großen europäischen Ländern hauen Fans anderer Nationen in Stadionnähe frech die Caféstühle um den Kopf – doch der dänische Fan setzt sich wie beim Kinderkarneval brav einen Wikingerhut aus Plastik auf den Kopf. Große europäische Nationen liefern U-Boote an Israel und Kampfpanzer an Saudi-Arabien – doch Dänemark exportiert nur Frischkäse und Möbel aus Fichtenholz. Große europäische Nationen versuchen ein Schwein zu züchten, aus denen der Fleischer 500 Kotletts hacken und 500 Schnitzel schneiden kann – doch in Dänemark ist selbst das Klonen von Tieren für kommerzielle Zwecke verboten. Vor solchen Dänen kann, mal abgesehen von Fußball spielenden Holländern, kaum eine Sau Angst haben. Außer vielleicht, wenn diese Sau Frühstücks-Bacon liefern soll.

Ganz anders als die Schweinezucht hat der Fußball in Dänemark übrigens keinen kommerziellen Zweck, denn der Amateursportgedanke ist bei unserem nördlichen Nachbarn tief verankert. Bis in die 1970er Jahre durfte kein Spieler, der im Ausland einen Profivertrag unterschrieb, für die dänische Nationalelf spielen. Auch heute sind die Spieler im Prinzip alles Amateure: Stürmer Nicklas Bendtner, noch unter Vertrag bei Arsenal, verdient pro Woche nicht mehr als einen Teller warme Suppe. Anders ist nicht zu erklären, warum er seine Unterhose für Werbung für den Wettanbieter Paddy Power hergibt. Macht Mario Gomez auf seiner Unterbüx Werbung fürs Café King? Nein, denn er ist ein Profi, der richtiges Geld verdient. Oder Verteidiger Simon Kjaer, zur Zeit ausgeliehen an AS Rom. Seit Wochen hört man ihn flehen, dass er nicht zum irren Drill Instructor mit den Medizinbällen zurück will, obwohl Simon bei der VW-Werkstruppe täglich ein paar Millionen verdient. Lieber will er in Italien bleiben, selbst wenn nach dem jüngsten Wettskandal angeregt wurde, den ganzen Spielbetrieb mal für zwei bis drei Jahre auszusetzen. Diese Beispiele beweisen: Alle dänischen Fußballer sind sympathische Amateure. Also hat Fußball in Dänemark keinen kommerziellen Zweck.

Da Fußball in Dänemark keinen kommerziellen Zweck hat, dürfen Fußballer dort – im Gegensatz zu Schweinen oder anderen zum Verzehr geeigneten Tieren – schnell mal im Labor geklont werden. Dänemark sagte sich: Wir haben einen Poulsen, der ist so gut, dass er mal bei Schalke, Juventus und Liverpool spielte. Also werden wir ihn klonen. So spielte Dänemark gestern nicht nur mit einem, nicht mit zwei, sondern mit unglaublichen drei Poulsens gegen Deutschland: Poulsen (Rückennummer 2), Poulsen (Rückennummer 5) und Poulsen (Rückennummer 19). Lasst uns das übermächtige Deutschland mit vielen, vielen grätschenden und tief verteidigenden Poulsens die Lust am Fußball verderben, sagte sich unser kleiner nördlicher Nachbar.

Eigentlich ein schlauer Plan, doch der listige Däne unterschätzte die unglaubliche Erfindungsgabe seines Rivalen aus Deutschland. Wenn der Däne sich schnell mal ein paar Poulsens klont, klonen wir uns halt ein paar Benders. Bender? Bis gestern noch nie den Namen Bender gehört? Meine kurze Recherche ergab, dass Bender ein Roboter mit einem Mikroprozessor aus den 1970er Jahren ist, hergestellt von Mom’s Friendly Robot Company, der bei Futurama unter Vertrag steht. Einen weiteren Bender ergoogelte ich bei Borussia Dortmund, ein identisches Geschwistermodell bei Leverkusen. Mit anderen Worten: Gestern wurden wir Zeugen eines Kampfes der Klonkrieger aus zwei verschiedenen Staaten: drei geklonte Poulsens aus Dänemark gegen einen geklonten Bender aus Deutschland. Technologie aus einem Land, das im Nahen Osten nur für Mohammed-Karikaturen wahrgenommen wird, gegen ein Land, das richtige U-Boote und Kampfpanzer in den Nahen Osten liefern darf.

Angesichts dieser Ausgangslage ist sicherlich klar, wessen Produkt sich gestern beim entscheidenden Gruppenspiel der EM durchsetzte. Ein Pass in der 80. Minute in die Sturmmitte verpasste den Römer Klose, der sich im Gegensatz zum arbeitsmüden Römer Kjaer sicherlich einen neuen Spitzenjob suchen wird, falls demnächst in Italien kein Fußball mehr rollt. In der gleichen Sekunde blieb der Dänen-Klon Poulsen (Rückennummer 19) am Strafraum stehen, so dass der Deutschen-Klon Bender (Rückennummer 15) den Ball annehmen und zum Siegtreffer einnetzen konnte. Ein weiterer Sieg für Deutschland, ein weiterer Sieg für die klügste, brillianteste, genialste und am härtesten arbeitende Nation in Europa!

Wer soll uns jetzt eigentlich noch bei dieser Europameisterschaft stoppen? Es müsste eine verdammt brilliante, geniale und hart arbeitende Nation sein. Warten wir also ab, welcher Gegner am Freitag im Viertelfinale neben der deutschen Mannschaft den Platz betritt!

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