Die härteste Sau vom BTSV 2012 – jetzt voten!

On 30. Dezember 2012 by gialloblu

härteste_sauDie fußballfreie Zeit am Ende des Kalenderjahres nutzt der Fan gerne für Wahlen aller Art: Nord-Sportler 2012 (es führt Dennis Kruppke), Nord-Team des Jahres (es führt Eintracht Braunschweig), in wenigen Wochen dann das Tor des Jahres (wo ebenfalls ein Blau-Gelber, mit seinem Fallrückzieher gegen England, hoher Favorit ist). Welche Wahl fehlt? Die Wahl der härtesten Sau vom BTSV! Doch welcher Spieler des Herbst- und Wintermeisters soll für 2012 diesen ehrenvollen Titel erhalten? Bitte die Plädoyers durchlesen und dann entscheiden!

Warum Ermin Bicakcic die härteste Sau vom BTSV ist:
Ermin ist der Chuck Norris der Liga: Ermin macht hinten keine Befreiungsschläge, sondern er eröffnet das Spiel vertikal mit einem Roundhouse-Kick. Ermin hat keine Angst vor Zweikämpfen, sondern Zweikämpfe haben Angst vor Ermin. Und wenn der Schiedsrichter pfeift, pinkelt Ermin die Eiswürfel, mit denen sein Gegenspieler seine Wunden kühlt. Eisig kühl begann im Februar 2012 auch seine Karriere beim BTSV: Bei minus neun Grad bei Eintracht Frankfurt. Wer trug in der Gefrierschrank-Arena ein Trikot mit kurzen Ärmeln? Ermin Bicakcic!
Der Webspace im Internet reicht nicht aus, um alle Heldentaten zu schildern, die Ermin zwischen Februar und Dezember zu absolutem Kultstatus beim BTSV verhalfen. Unvergessen sein 5-Meter-Sliding-Tackle, mit der Ermin im eigenen Strafraum Herthas Peer Kluge den Ball abgrätschte. Am nächsten Tag musste Eintrachts Platzwart lange grübeln, ob er die aufgerissene Rasenfurche mühevoll wieder zuschütten, oder ob er im offenen Erdreich einfach Braunkohl und Mohrrüben aussäen soll. Auch in der Offensive konnte Ermin glänzen: Nach seinem späten Ausgleichstor in Köln verpasste er der Eckfahne einen dermaßen gelungenen „Batangson-an-chikki“ (Schlag nach innen mit dem Handballen), dass er auf der Stelle den schwarzen Gürtel im Taekwon-Do verliehen kriegte.
Ermins Harte-Sau-Highlight 2012: Sein Kopfballtor gegen Bochum. VfL-Torwart Luthe im Sandwich des Schmerzes zwischen Ermin und Deniz Dogan. Wie beim Tandem Move im Wrestling!

Warum Benny Kessel die härteste Sau vom BTSV ist:
Wer austeilt, muss auch einstecken können. Auf keinen Spieler trifft dieser Satz besser zu als auf Benny Kessel, der 2012 ein verdammt schweres Jahr hatte: Er war mehrere Monate verletzt, so dass er – wir ignorieren mal die paar Kurzeinsätze, als er Sekunden vor dem Abpfiff eingewechselt wurde – im Jahr 2012 nur drei Spiele machte: auswärts in Aue, zu Hause gegen Pauli, zu Hause gegen Union.
Kommen wir zunächst zum Austeilen – und Benny teilt aus wie kein Zweiter! Eintrachts letzte glatt rote Karte? Benny, auswärts in Duisburg, in seinem fünftletzten Spiel (im November 2011). Eintrachts letzte gelb-rote Karte? Benny, zu Hause gegen Pauli, in seinem vorletzten Spiel – für zwei Verwarnungen innerhalb von zwei Minuten! Dem MSVer Kern war Benny seitlich in die Beine geflogen, und Paulis Saglik wurde herzhaft umgelatscht. Könnte Benny mal verletzungsfrei 34 Spiele am Stück absolvieren, ohne dass seine Kartenausbeute sinkt, käme er rechnerisch auf jeweils sieben rote und gelb/rote Karten. Respekt!
Kommen wir nun zum Einstecken – und Benny steckt ein wie kein Zweiter. Beim BTSV spielt Benny ungefähr die Rolle, die Kenny bei South Park hat: Er ist immer derjenige, den es besonders schmerzhaft erwischt. In seinem viertletzten Spiel, gegen Aachen (im Dezember 2012), holte er sich einen Muskelfaserriss. Bei seinem drittletzten Spiel, in Aue, haute ihm Ronny König einen Zahn raus. Beim vorletzten Spiel flog Paulis Fin Bartels vom Platz, nachdem er Benny gefoult hatte. Säße Cartman auf der Eintracht-Bank würde er bei jedem Spiel rufen: „Die Schweine haben Benny gekillt!“
Bennys Harte-Sau-Highlight 2012: In Aue fliegt ihm ein gegnerischer Ellenbogen ins Gesicht. Das Fernsehen zeigt Nahaufnahmen von Blut und Zähnen. Vampirfilme spielen demnächst im Erzgebirge, nicht in Transsylvanien.

Warum Marc Pfitzner die härteste Sau vom BTSV ist:
In jeder Schlacht braucht man jemanden, der mutig voranschreitet, der die Truppen ins Feld führt. Jemand, der dem Gegner klar macht, dass er heute keine Chance hat. Genau dies ist beim BTSV der Job von Marc Pfitzner.
Die Statistik spricht eindeutig für Marc: Niemand im Kader der Eintracht sammelt so viele gelbe Karten – zehn Stück waren es im Jahr 2012. Und wir reden hier nicht von gelben Karten wegen Spielverzögerung in der Nachspielzeit – denn oft wird Marc gelb/rot-gefährdet vorzeitig ausgewechselt. Die typische Situation, in der Marc gelb sieht: nach etwa 20 Minuten, Gegner in Ballbesitz, etwa 50 Meter von Davaris Tor entfernt, irgendwo im Niemandsland an der Seitenlinie. Plötzlich macht es „Rumms!“, jemand schreit „Aua!“, und Pfitze sieht gelb.
Pfitze genau die Art harte Sau, die taktisch und psychologisch für die Mannschaft so wichtig ist: Er grätscht Spieler auch in Randbereichen des Spielfelds um, wo sie normalerweise nicht umgegrätscht werden. Pfitzes Botschaft an seine Gegner ist eindeutig: Dich kriege ich überall – nicht nur im defensiven Mitelfeld, wo ich zu Hause bin. Auch der Zeitpunkt ist klug gewählt: Meistens, wenn nach der Anfangsphase das Spiel ein wenig an Tempo verliert und das Publikum etwas zu ruhig geworden ist, langt Pfitze mal zu. Zack!, schon ist wieder Zug im Spiel, die Fans sind auch wieder da, und Eintrachts Gegner rennt übermotiviert ins Verderben. Besonders erfolgreich war diese Taktik bei den Auswärtssiegen bei Union und in Dresden. Übrigens: Beim Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt – genau, jenes Spiel bei minus neun Grad – trug auch Pfitze ein Trikot mit kurzen Ärmeln!
Pfitzes Harte-Sau-Highlight 2012: Etwa 20 Minuten waren vorbei im Spiel gegen Hertha. Der Gegner in Ballbesitz, etwa 50 Meter von Davaris Tor entfernt, irgendwo im Niemandsland an der Seitenlinie. Pfitze täuscht eine Grätsche an, der Herthaner springt zur Seite, Pfitze erobert den Ball und leitet einen Braunschweiger Angriff ein. Der ganze Block springt aus den Sitzen und brüllt: „Hier – regiert – der BTSV!“

Zur Abstimmung besucht bitte unseren facebook-Account:
http://www.facebook.com/leopedia.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*