Meteorit ‚DK12‘ trifft Regensburg

On 16. Februar 2013 by gialloblu

domi_kumbela
Unser Planet steht unter Beschuss! Riesendusel hatte die Menschheit, dass der Asteroid ‚2012 DA14‘ gestern Abend um 20.25 Uhr haarscharf an der Erde vorbeiraste. Weniger Glück hatten jedoch die Bewohner jener Stadt zwischen endlosen Wäldern, die seit Wochen auf das Ende des sibirischen Winters warten: Kurz vor dem Ural, in Regensburg, schlug gestern Abend um 18.15 Uhr ein Meteorit ein: ein Himmelskörper des gefürchteten Typs ‚DK12‘!

„Zum Glück gab es keine Verletzten“, sagte der Einsatzleiter der Sanitäter im Laufe des Abends. „Direkt nach dem Einschlag rechneten wir mit dem Schlimmsten, als wir plötzlich Schreie von hunderten Leuten in der Gästekurve vom Jahnstadion hörten. Doch als wir sahen, dass die Leute in ihrem Block herumsprangen und blau-gelbe Fahnen schwenkten, konnten wir sofort Entwarnung geben.“

Der Einschlag eines ‚DK12‘ kann weitreichende Folgen haben: „Meteoriten sind stark magnetisch, da sie freies Eisen enthalten“, erklärt Doktor Gerber vom Händlmeier-Institut. „Der gestrige Aufprall löste solch einen starken elektromagnetischen Impuls aus, dass sich die zweite ‚Null‘ auf der Anzeigentafel in eine ‚Eins‘ verwandelte.“ Aktuell untersuchen die Förster in den Revieren der Oberpfalz, ob – ähnlich wie bei früheren Einschlägen in Russland – Bäume zu Tausenden umgeknickt sind. Auch seismische Aktivitäten sind nun in Regensburg möglich: Der Vulkan Smuda, der seit über 50 Jahren als erloschen galt, soll gestern Abend plötzlich geraucht und gebrodelt haben.

Augenzeugen kritisieren, dass es kein Frühwarnsystem für gefährliche Meteoriten wie ‚DK12‘ gibt: „Gestern Abend hatte ich Spätschicht“, berichtet uns ein Regensburger Arbeitnehmer, der seinen Namen nicht nennen will. „Ich guckte einem hohen Ball hinterher, und plötzlich tauchte ein ‚DK12‘ vier Meter vor mir auf. Niemand hatte mich gewarnt! In der gleichen Sekunde schlug’s auch schon hinter mir ein!“ Den Vorwurf, dass man die Öffentlichkeit nicht ausreichend warnt, weist Diplom-Sternegucker Gerber von der Händlmeier-Sternwarte zurück: „So ein ‚DK12‘ hat in der Länge lediglich einen Durchmesser von etwa 1,70 Meter. Selbst mit dem modernsten Spiegelteleskop erkennt man einen ‚DK12‘ erst Sekunden vor dem Einschlag.“

Einen Tag nach dem Rumms in Regensburg melden sich heute weitere Betroffene, die in den letzten Monaten unfreiwillige Bekanntschaft mit ‚DK12‘ machten: „Im Dezember geriet ich in einen regelrechten Meteoritenhagel“, berichtet ein Zeuge aus Berlin-Köpenick. „Hinter mir machte das bumm-bumm-bumm!“. „Zuerst dachte ich, der ‚DK12‘ dreht ab Richtung Eckfahne“, erzählt ein Kölner, „doch plötzlich zischt mir so eine Kugel von oben um die Ohren.“ Weitere Zeugen aus St.Pauli, Cottbus, Ingolstadt, Sandhausen und Dresden gehen nun mit ihren Erlebnissen an die Öffentlichkeit. „Es war die Hölle“, hört man immer wieder. „Gegen diesen kosmischen Killer hast du keine Chance. Der schlägt aus heiterem Himmel zu.“

Für den kommenden Sonntag halten Wissenschaftler weitere Meteoriteneinschläge für möglich: „Wir warnen vor Reisen nach Braunschweig“, heißt es aus dem Eintracht-Planetarium an der Hamburger Straße. „Uns braucht man nicht zu warnen“, antwortet ein Münchener. „Wie sich ein Einschlag von ‚DK12‘ anfühlt, wissen wir doch noch aus dem Hinspiel!“

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