Und der Neue ist… Rafał Gikiewicz

On 18. April 2014 by togo
Rafał Gikiewicz - Foto: abseitsmagazin

Rafał Gikiewicz – Foto: abseitsmagazin

Eintracht hat nen Neuen. Nach der angekündigten Demission Daniel Davaris musste der BTSV einen weiteren Torhüter verpflichten, und kam nach einigem Suchen auf Rafał Gikiewicz. Der 26 Jahre junge Pole kommt ablösefrei von Slask Breslau (Wroclaw). Und wirft bereits vor seinem allerersten Spiel in blau-gelb eine Menge Fragen auf. Die Leopedia, Euer Online-Fachmagazin für das Unbekannte, für ungelöste Rätsel und Geheimnisse aller Art, hat sich für Euch durch die wenigen bekannten Fakten gekämpft und sich den Spieler einmal genauer angeschaut.

Rafał Gikiewicz (ausgesprochen: Rafau Gikjewitsch) ist in Deutschland weitestgehend unbekannt, seine bisherige Laufbahn war nicht die eines Überfliegers. Zwar wechselte er mit 19 Jahren in die erste polnische Liga zu Jagiellonia Bialystok und kam in seiner ersten Ekstraklasa-Saison auch bereits auf acht Ligaeinsätze, der große Durchbruch blieb ihm allerdings vorerst verwehrt, auch in der kommenden Saison kam Rafał Gikiewicz auf lediglich acht Einsätze in der Liga. In der Saison 10/11 spielte Gikiewicz ein paar Spiele für den Zweitligisten Stomil Allenstein (Olsztyn), einen seiner Heimatvereine, tauchte aber anscheinend auch auf dem Spielberichtsbogen seines Klubs Jagiellonia Bialystok noch auf. Zur Rückrunde 10/11 wechselte der Torhüter dann zu Slask Breslau. Hier stand er zwar einige Male im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

In der folgenden Saison ging es für Gikiewicz leicht bergauf: sechs Einsätze in der Liga (davon drei ohne Gegentor), dazu zwei Spiele im Pokal. Und: Slask Breslau wurde polnischer Meister und Superpokalsieger. In der vergangenen Saison steigerte Gikiewicz seine Einsatzahlen auf 10 Ligaspiele, vier Pokalmatches und ein Auflaufen in der Europaleague-Qualifikation (gegen Hannover 96…). Diese Spielzeit schien sein Jahr zu werden: Rafał Gikiewicz war bis Ende Oktober der unangefochtene Stammtorhüter Breslaus, kam zu elf Einsätzen in der Liga, einem im Pokal und sechs (!) in der Europaleague (inkl. Qualifikation). Jetzt wird es mysteriös: nach der 1:2-Heimniederlage gegen Zawisza Bromberg (Bydgoszcz) spielte der Torwart nicht mehr, seit dem Jahreswechsel tauchte er in der Elf des ehemaligen Meisters nicht mehr auf. Was war passiert? War Gikiewicz ein Bauernopfer für den enttäuschenden Saisonstart? Wie man einen Torhüter zum Sündenbock abstempelt, kennen wir in Braunschweig ja leider auch.
Informationen sind schwer zu bekommen. Allerdings findet sich im Diskussionsforum der Weblöwen ein Beitrag des Users Chich, der folgendes schreibt:

 ja, es gab „ausschreitungen“, also ne rangelei in der kabine nach einem verlorenen spiel gegen zawisza, bei der Gikiewicz und Kazmierczak wohl aneinander geraten sind. soll wohl rückblickend der auslöser für die beidseitige vertragsauflösung gewesen sein, da Gikiewicz wohl hinterher bei einflussreicheren teilen der mannschaft nicht mehr gern gesehen war.
ist wohl aber generell recht kompliziert gewesen im kader bei slask, zumindest die leute die ich kenne fanden „den mannschatlichen zusammenhalt“ ausbaufähig und die leistungen dementsprechend tagesformabhängig. Gikiewicz soll wohl als einer der wenigen auch mal dazwischengehauen (also verbal) haben, was ihm zumindest beim umfeld der slask-supporter die ich kenne hoch angerechnet wurde. mannschaftsintern füehlten sich aber wohl einige auf den schlips getreten, weshalb er zum schluss wohl eher geduldet war.
mehr weiß ich dazu nicht, die leute von denen ich meine infos hab sind leute, die zwar immer ihre 10-12 heimspiele pro saison sehen, aber weder ständig beim training vorbeischauen noch ins trainingslager mitreisen…

Beim ehemaligen polnischen Meister ist es also hoch her gegangen, nachdem der Saisonstart verpatzt wurde, und der Keeper hat mal mit der Faust auf den Tisch gehauen. Das klingt erst einmal nicht so schlecht – Spieler mit Charakter sind wichtig (es sei denn, der Trainer heißt Jogi Löw) und gerade bei uns in Braunschweig gern gesehen. Diese Geschichte macht Rafal Gikiewicz nicht gerade unsympathisch. Wir sind gespannt, wie sich der Neue präsentieren wird. Auf jeden Fall heißen wir Rafal Gikiewicz herzlich willkommen!

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