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	<description>...der die das satirische Eintracht Braunschweig Blog</description>
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		<title>Das Ziel erreicht!</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 16:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gialloblu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer eine Definition von Erfolg sucht, braucht in dieser Saison bloß einen Blick auf den BTSV Eintracht zu werfen: Rückkehr in die Bundesliga! Die Zwoote? Aufstieg! Hockey-Damen? Aufstieg! Erfolge, wohin man schaut! Hätte der BTSV in dieser Saison ein Weltraumprogramm gestartet, würde jetzt eine blau-gelbe Fahne im Boden des Jupiters stecken. Hätte Eintracht elf Mann [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/wanderung1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2254" alt="wanderung1" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/wanderung1.png" width="180" height="101" /></a>Wer eine Definition von Erfolg sucht, braucht in dieser Saison bloß einen Blick auf den BTSV Eintracht zu werfen: Rückkehr in die Bundesliga! Die Zwoote? Aufstieg! Hockey-Damen? Aufstieg! Erfolge, wohin man schaut! Hätte der BTSV in dieser Saison ein Weltraumprogramm gestartet, würde jetzt eine blau-gelbe Fahne im Boden des Jupiters stecken. Hätte Eintracht elf Mann nach Damaskus geschickt, wäre jetzt Frieden in Syrien. Als im März der Stuhl im Vatikan frei wurde, hatten Eintrachts Fans tagelang Angst, den Architekten des Aufstiegs zu verlieren: &#8220;Nein, die Angst ist unbegründet. Ich bin und bleibe Trainer der Eintracht&#8221;, erklärte Totte der Erste an einem Freitag, dem Wochentag seiner öffentlichen Audienzen.</p>
<p>Auch Eintrachts Fans ließen sich in dieser Saison zu Höchstleistungen anspornen. Jahrelang beschränkte sich die typische Laufleistung beim Heimspiel auf ein paar Meter Gelatsche: Straßenbahn, Kneipe, Eingang, Bierbude, Block, Zaun oder Lokus, Bierbude, Block, Ausgang, Kneipe, Straßenbahn. Doch in dieser Saison, zum letzten Heimspiel gegen FSV Frankfurt, ist alles anders: In rekordverdächtiger Weise wurden zu Fuß Kilometer geschrubbt und Meilen gefressen! So machten sich am vergangenen Montag drei Berliner Löwen &#8211; zwei gehend, einer im Begleitfahrzeug unterstützend &#8211; auf den weiten Weg von Berlin nach Braunschweig. Wenn die Mannschaft Wunder vollbringt, können Fans das auch!</p>
<p>Exklusiv dürfen wir an dieser Stelle verkünden, dass die Berliner Wanderer nach über 200 Kilometern Fußweg heute um 16:45 Uhr die heilige Löwenstadt erreicht haben. Hallelujah! Unterwegs gab es nur wenige Probleme, die kurz mal aufgezählt werden sollen: den Durst, den Hunger, die Füße, die Beine, den Regen, die Hitze, die Hügel, die Entfernung, die Einsamkeit, die Schmerzen, die Wege, den Matsch, den Asphalt, den Wind. Aber ansonsten war alles super: Ähnlich wie die Mannschaft setzte man sich ein irres Ziel. Man glaubte an sich, man biss auf die Zähne, man hielt durch &#8211; und am Ende steht ein Erfolg, den kein Mensch für möglich gehalten hätte: Herzlichen Glückwunsch allen blau-gelben Aufsteigern, und herzlichen Glückwunsch allen blau-gelben Wanderern. Ihr dürft sehr, sehr stolz sein auf Großes, was ihr erreicht habt. EINTRACHT!<br />
<a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/wanderung.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2255" alt="wanderung" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/wanderung.png" width="539" height="352" /></a></p>
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		<title>Mein Freund ist Roter</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 11:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eintracht ist aufgestiegen und wird nach 28 Jahren Verbannung wieder nach Hause in die Bundesliga kommen. Und man kann das Gefühl bekommen, dass nicht nur wir die Bundesliga vermisst haben, sondern die Bundesliga auch uns. Denn fast jeder freut sich über unsere Rückkehr. Bis auf Steve Cherundolo (ist das die richtige Schreibweise? Ich musste diesen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/meinfreundistroter.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2247" alt="Mein Freund ist Roter!" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/meinfreundistroter-150x150.png" width="150" height="150" /></a>Eintracht ist aufgestiegen und wird nach 28 Jahren Verbannung wieder nach Hause in die Bundesliga kommen. Und man kann das Gefühl bekommen, dass nicht nur wir die Bundesliga vermisst haben, sondern die Bundesliga auch uns. Denn fast jeder freut sich über unsere Rückkehr. Bis auf Steve Cherundolo (ist das die richtige Schreibweise? Ich musste diesen Namen bisher weder lesen noch schreiben, da bilden sich zwangsläufig Wissenslücken), Angestellter von Hannover 96, der sich partout nicht dazu durchringen konnte, uns zum Aufstieg zu gratulieren. Und ich find&#8217;s gut. Denn das ist erfrischend ehrlich. Wobei ich dem Hildesheimer Mirko Slomka (1967 geboren!) die Freude sogar noch abnehme, denn zu seiner aktiven Zeit bei der JSG Nord und dem TuS Lühnde soll er kein Hardcorefan seines jetzigen Arbeitgebers gewesen sein, sondern häufig zu Spielen ins Eintracht-Stadion gefahren sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, die Hildesheimer sind eben nicht von Natur aus rot. Das musste vor einiger Zeit auch die Hildesheimer Allgemeine Zeitung erfahren, ein Satellit der Hannoverschen Allgemeinen und in der Themenfindung&#8230; etwas einseitig. In einer Umfrage wollte man wissen, wie die Region tickt &#8211; und die Leserschaft aus der Bischofsstadt und umzu entschied sich mehrheitlich für blau-gelb. Zeitweise hatte Eintracht doppelt so viele Stimmen wie das Nicht-Gründungsmitglied der Bundesliga. Man darf gespannt sein, wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung jetzt, nach Eintrachts Wiederaufstieg, den Spagat bei der Berichterstattung hinbekommt. Bisher konnte sich die HAZ mit Hinweis auf die höhere Liga Hannovers rausreden und einfach die 96-Hofberichterstattung des großen Madsack-Bruders HannAZ übernehmen, angereichert mit ein wenig Eintracht. Das klappt jetzt nicht mehr &#8211; die Eintrachtfans unter den zahlenden Lesern (und das wird im Vergleich die Mehrheit sein, siehe Umfrage) werden eine gleichberechtigte Positionierung und Aufmachung erwarten. Wie gesagt: es wird spannend. Oder auch nicht. Denn Hildesheim wird aus hannoverscher Sicht gern als Vorort angesehen. HI = Hannovera Inferior. Schön ist das nicht. Und es tut dem Selbstbewusstsein der ehemals wichtigsten Stadt Ostfalens auch nicht sonderlich gut. Aber ich schweife ab. Denn der eigentliche Anlass für diesen Artikel ist ein anderer: wir haben in der kommenden Saison zwei Derbys gegen Hannover. Und auf beiden Seiten steigern sich die Verbalentgleisungen auf ein Niveau, das nicht mal mehr unterirdisch ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist jetzt also einmal an der Zeit für einen kleinen seelischen Striptease. <strong>Mein Freund ist Roter!</strong> Ja, ich gestehe. Und ich habe mir mit ihm auch schon gemeinsam Spiele im Niedersachsenstadion angeschaut. Das klappt ganz prima, weil ich diese Momente innerer Überwindung wunderbar dazu nutzen kann, ihn auf die Degeneration seines Lieblingsklubs hinzuweisen. Dass sein Präsident, Montgomery C. Burns, den Verein gern mal als &#8220;Scheißverein&#8221; bezeichnet. Dass er die eigenen Fans vergrault, indem er ihnen die Identität des Vereins unter dem Hintern wegklaut und an Sponsoren und Investoren verschachert. Dass das Stadion gar nicht mehr Niedersachsenstadion heißt, sondern den Namen eines äußerst problematischen &#8220;Finanzdienstleisters&#8221; trägt bzw. trug (erinnert mich bitte daran, dass ich zum kommenden Jahr meine Autoversicherung wechsle). Und dass die Stimmung im Rund zu Drittligazeiten besser war als heute, wo man doch europäisch spielt. In der Regel kommt von meinem Freund dann maximal ein Grummeln, eine Grimasse, als Antwort. Manchmal werde ich darauf hingewiesen, dass man sportlich erfolgreich sei und dafür eben Kompromisse eingehen müsse. Und dass es bei uns, wenn wir uns in der Bundesliga etablieren wollten, ähnlich sein werde. Kann sein. Aber noch ist es nicht soweit. Abgesehen davon glaube ich nicht daran, dass es bei uns jemals so schlimm werden kann wie bei Hannover 96. Denn die Vereinsführung um Präsident Sebastian Ebel bekommt es bisher prima hin, das richtige Maß zwischen Tradition und Kommerz zu finden. Fakt ist: die harte Zeit in der Dritten Liga mit Spielen in Kleinstädten ohne Bahnhof haben bei uns ein Bewusstsein zugelassen, das uns vor dem Totalausverkauf der Marke &#8220;weg mit 50+1&#8243; schützt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eintracht hat in den vergangenen Jahren viel geleistet, ohne deshalb die eigene Indentität zu verschachern. Das ist nicht selbstverständlich, wie andere Beispiele zeigen. Und dafür gebürt den Architekten dieser beispiellosen Erfolgsgeschichte jeder nur mögliche Respekt. Eintracht ist zum Gegenkonzept geworden. Oldschool is back! Aber bitte nicht abseits des Platzes. Denn es ist Teil unserer Erfolgsstory, dass Eintracht mittlerweile fast ausschließlich positiv wahrgenommen wird. Selbst die <a title="Wie die Antifa die 11 Freunde linkte" href="http://www.leopedia.de/2012/10/10/wie-die-antifa-die-11-freunde-linkte/" target="_blank">Verleumdungskampagne der ehemaligen Ultras Braunschweig</a> ist mittlerweile im Sande verlaufen &#8211; bis auf diejenigen, die es unbedingt glauben wollen, weiß mittlerweile jeder (sogar die 11freunde), dass es hier nur um persönliche Rache ging und nicht um das Aufdecken vermeintlicher gefährlicher Nazi-Umtriebe (die ja außer diesen Leuten bisher auch niemand festgestellt hat, auch nicht die Polizei).</p>
<div id="attachment_2247" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/meinfreundistroter.png"><img class="size-medium wp-image-2247" alt="Mein Freund ist Roter - eine Aktion der leopedia" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/meinfreundistroter-300x295.png" width="300" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Freund ist Roter &#8211; eine Aktion der leopedia</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wenn man aber die Töne, die von Übereifrigen <strong>beider Lager</strong> schon jetzt besonders im Internet geäußert werden, so hört, kann man schon Angst bekommen vor diesen eigentlichen Festtagen. Aus Gründen des Jugendschutzes verzichte ich an dieser Stelle darauf, die entsprechenden Aussagen zu zitieren. Man kann sie allerdings leider überall lesen. Dabei ist es doch eigentlich so einfach: <strong>Eintracht ist Alles, Gewalt ist Nichts</strong>! Mit frenetischer Unterstützung hilft man dem Verein &#8211; mit Gewalt schadet man ihm. Wer sich bügeln will, soll es gern tun, aber dann bitte nicht unter dem Deckmantel unseres Lieblingssports.</p>
<p style="text-align: justify;">Um bereits frühzeitig ein Zeichen zu setzen gegen Gewalt auf den Rängen und abseits davon, ruft die Leopedia, Euer Online-Fachmagazin für Friede, Freude und sogar Eierkuchen, jetzt auf zur Aktion &#8220;<strong>Mein Freund ist Roter</strong>&#8220;. Wir stehen dafür ein, den Wettkampf sportlich zu führen &#8211; auf dem Feld und in den Kurven. Wir wollen die sechs Punkte, wir wollen lauter sein, origineller, authentischer als die komischen Leute da im Westen. Aber Gewalt ist tabu! Wer schlägt, verliert. Ganz automatisch. Mach mit! Für gewaltfreie Derbysiege und eine Stimmung, die den Roten die Füße verknotet!</p>
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		<title>Aufstiegsmarsch</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 17:12:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu jedem Saisonfinale, wenn Eintracht in der Tabelle vorneweg marschiert, schnüren blau-gelbe Fans die Wanderschuhe und marschieren ebenfalls. Braunschweigs damaliger Geher-Meister Viktor Siuda war der Urvater dieser Wanderbewegung: 1967 ging er zu Fuß zu Eintrachts letztem Auswärtsspiel, zu Rot-Weiss Essen. Ist schon Jahrzehnte her, und die Sportart Gehen ist inzwischen so un-hip wie der Verein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/aufstiegsmarsch.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2234" alt="aufstiegsmarsch" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/aufstiegsmarsch.png" width="251" height="243" /></a>Zu jedem Saisonfinale, wenn Eintracht in der Tabelle vorneweg marschiert, schnüren blau-gelbe Fans die Wanderschuhe und marschieren ebenfalls. Braunschweigs damaliger Geher-Meister <a href="http://www.ndr.de/sport/fussball/braunschweig1693.html" target="_blank">Viktor Siuda</a> war der Urvater dieser Wanderbewegung: 1967 ging er zu Fuß zu Eintrachts letztem Auswärtsspiel, zu Rot-Weiss Essen. Ist schon Jahrzehnte her, und die Sportart Gehen ist inzwischen so un-hip wie der Verein RWE. Mit anderen Worten: Viktor Siuda ist der Walkman in Eintrachts Vereinsgeschichte. Doch auch in der jüngeren Vergangenheit tauchen beim letzten Away Kick immer wieder Fußgänger im Gästeblock auf: die &#8220;<a href="http://www.eintracht.com/eintracht/aktuelles/news/eintracht-sozial/einzelansicht.html?news=10482&amp;cHash=2541ca8bc600d4bc5c8a358eb83b8c24" target="_blank">Friends for Life</a>&#8221; schickten &#8211; für einen guten Zweck &#8211; bereits 2011 durchtrainierte Wandervögel zum Spiel bei Carl Zeiss Jena. Auch am Sonntag, auf St. Pauli, wird mit der Ankunft einer fitten Fußgängergruppe aus Braunschweig zu rechnen sein.</p>
<p>Neben den genannten Extremsportlern machen sich in diesem Jahr auch jede Menge Breitensportler auf den Fußweg: Zum finalen Heimspiel gegen FSV Frankfurt scheint sich die Eintracht-Community in ein Volk der Wanderameisen zu verwandeln: Im offiziellen Eintracht-Forum melden sich User für einen Sternmarsch aus allen vier Himmelsrichtungen. Auch Jörg und Günter wollen beweisen, dass sie nicht bloß Laufkundschaft sind: In zwei Tagen wollen sie die 95 Kilometer von Munster bis Braunschweig bewältigen. Nebenbei sammeln sie Geld für eine feine Sache: <a href="http://www.abseitsmagazin.de/2013/05/05/aufstiegsmarsch-fur-das-fanhaus/" target="_blank">Kauft Kilometer</a>, denn das Geld geht als Spende an Eintrachts FanHaus!</p>
<p>Ohne Sammelbüchse, doch mit einem großen Ziel treten zwei Mitglieder der Berliner Löwen an. Beim ersten Eintracht-Fanclub in Berlin ist man lange Strecken ja gewöhnt: Ziele früherer Clubreisen &#8211; z.B. Saarbrücken oder Sandhausen &#8211; sind aus der Hauptstadt genausoweit entfernt wie der erste Grenzposten von Weißrussland. Was Holger und Wilfried jedoch ab Montag vorhaben, ist die absolute Hardcore-Variante von &#8220;Ich geh mir mal kurz die Füße vertreten&#8221;: In sechs Etappen werden sie zum letzten Heimspiel 208 Kilometer von Berlin nach Braunschweig gehen!</p>
<p>Unterstützt werden die Helden der Laufarbeit vom Fanclub-Präsident Uwe, der im Begleitfahrzeug das Nötigste dabei haben wird: warme Decken für die kühlen Tage, kühle Wolters für die warmen Tage, vielleicht ein Pflaster oder eine kleine Spritze Morphium falls der Schuh mal drückt. Ausgehungert wie die Wanderheuschrecken plant man nach sechs Tagen Fußmarsch am Samstag Abend im Elvan einzufallen. Anstelle der dort üblichen Kinderteller und Diätgerichte sollte man dort schon mal über Portionen für hungrige Erwachsene nachdenken: Nach hunderten von Kilometern würden Wilfried und Holger selbst von einem Uwe-Reinders-Trog (ganzes Rind gefüllt mit ganzem Schwein gefüllt mit ganzem Schaf gefüllt mit ganzem Huhn, plus Pommes und Salatblatt) nur die Papierserviette übrig lassen.</p>
<p>Leopedia wünscht allen Wanderern in der kommenden Woche viel Erfolg. Bis zum Heimspiel gegen den FSV denken wir mal darüber nach, wie &#8220;The Wanderers&#8221; wohl auf ihren Namen gekommen sind. Und ob der Zillertaler Hochzeitsmarsch, der so oft aus tausend Kehlen im Eintracht-Stadion ertönt, in Wirklichkeit der Zillertaler Aufstiegsmarsch ist. Wer aber in der kommenden Woche Wilfried, Holger und Uwe motivieren möchte, blicke auf die folgenden Karten: Wo genau kann ich die Berliner Löwen an welchem Tag antreffen? <del>Hinfahren</del> Hinlaufen, zur Unterstützung &#8220;You&#8217;ll never walk alone!&#8221; singen, und ein Teil dieser Geschichte werden!</p>
<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/aufstiegsmarsch1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2232" alt="aufstiegsmarsch1" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/aufstiegsmarsch1.png" width="418" height="604" /></a></p>
<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/aufstiegsmarsch2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2233" alt="aufstiegsmarsch2" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/05/aufstiegsmarsch2.png" width="418" height="602" /></a></p>
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		<title>Spielverlagerung: Eintrachts Aufstieg &#8211; eine Taktikanalyse</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 18:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gialloblu</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Früher waren Taktikgespräche so wunderbar einfach: Eintracht gewann, weil Eintracht halt besser war. Oder Eintracht verlor, weil sich Schiedsrichter, DFB und andere finstere Mächte gegen den BTSV verschworen hatten. Doch eines Tages trat <a href="http://spielverlagerung.de/" target="_blank">spielverlagerung.de</a> in mein Leben. Diese ausgefeilten taktischen Analysen! Diese anschaulichen Diagramme! Ich las, ich staunte, ich sah den Fußball plötzlich mit völlig anderen Augen: Ich kam mir vor wie ein Amazonas-Indianer, der sich mit Lendenschurz und Kopfschmuck in einen Apple Store verirrt hatte. Dank spielverlagerung.de weiß ich heute, dass Spiele verloren werden, weil im Halbraum die Griffigkeit fehlte oder die horizontale Verschiebung im Mittelfeldpressing nicht funktionierte. Exklusiv für Leopedia hat spielverlagerung.de nun die denkwürdigsten Szenen vom vergangenen Wochenende analysiert. Dafür gibt&#8217;s von uns einfaches Danke &#8211; ganz ohne Sektdusche, und ohne eine fiese Ladung Pulver aus dem Feuerlöscher!</p>
<p><strong><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/spielverlagerung1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2213" alt="spielverlagerung1" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/spielverlagerung1.png" width="320" height="450" /></a>Torjubel nach Damir Vrancics 0:1</strong></p>
<p>Ausgangspunkt war der sensationelle Freistoßtreffer von Damir Vrancic in der Nachspielzeit, der Eintrachts Rückkehr in die Bundesliga nach 28 Jahren bedeutete. Zwei Eintracht-Verteidiger, Bohl und Bicakcic, besetzten sofort hinten links die Dreierposition, um vor dem blau-gelben Block zu jubeln. Im Bestreben, sich der Doppeldeckung durch die beiden Verteidiger zu entziehen, wich Vrancic ins linke Halbfeld aus. Eintrachts einzige Spitze, der wenige Minuten zuvor eingewechselte Pierre Merkel, hatte noch genügend Kraft für ein äußerst körperbetontes Angriffspressing gegen Vrancic, den er von hinten in konsequente Manndeckung nahm. Gleichzeitig löste die Mannschaft ihre 4-2-3-1-Formation blitzschnell auf und verschob kollektiv Richtung Seitenlinie. Vrancic fand nun keine Räume mehr, besonders da inzwischen auch Torwart Petkovic extrem hoch aufrückte. So wurde Vrancic von Eintrachts Spielern aus allen Richtungen erfolgreich gestellt und in einer Jubeltraube begraben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/spielverlagerung2.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2214" alt="spielverlagerung2" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/spielverlagerung2.png" width="320" height="420" /></a>Sektduschen für Anna Sara Lange</strong></p>
<p>Ähnlich wie beim entscheidenden Freistoß, als Damir Vrancic und Deniz Dogan gemeinsam aus unterschiedlichen Richtungen anliefen, überraschten Eintrachts Spieler auch bei Sektduschen den Gegner mit einstudierten Laufwegen und gelungenen Kombinationen. Schon wenige Sekunden nach dem Abpfiff, als die Field-Reporterin des Senders Sky am Interviewpult auf ihren Monitor achtete, nutzte der BTSV diese Unaufmerksamkeit: der gesperrte Mirko Boland drang mit offener Sektflasche ins blinde Dreieck hinter ihrer Abwehrlinie ein. Als der Sektstrahl die Blondine traf versuchte sie, ihr ungünstiges Stellungsspiel durch eine Defensiv-Verschiebung zu korrigieren. Diesen Plan durchkreuzte jedoch Deniz Dogan, der über die andere Außenseite aufrückte und die Sektdusche erfolgreich vollendete. Eine weitere Variante präsentierte Eintracht Minuten später, als Aufstiegstrainer Torsten Lieberknecht beim Interview mit einer beidseitigen Körperbrause von Co-Trainer Darius Scholtysik und dem humpelnden Domi Kumbela gefeiert wurde. In diesem Moment schien keine Gefahr für die Reporterin zu bestehen. Doch mit einer geschickten Körpertäuschung rückte Kumbela vertikal auf, schuf eine 1:1-Situation und leerte seine Sektflasche über ihrem Kopf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/spielverlagerung3.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2215" alt="spielverlagerung3" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/spielverlagerung3.png" width="320" height="175" /></a>Platzsturm mit Pierre Merkel</strong></p>
<p>Eine völlig neue Angriffstaktik präsentierte Eintracht etwa 21 Stunden nach dem Aufstieg, beim Empfang der Helden im Eintracht-Stadion. Mit dem Stoßstürmer Pierre Merkel in vorderster Linie rückte die Mannschaft in hohem Tempo über die Außenposition vom Marathontor entlang der Grundlinie Richtung Feierbühne vor. Das Löschpulver, das dabei Merkels Feuerlöscher entwich, vernebelte jedoch die Sicht auf Eintrachts taktische Formation: Stand die Elf kompakt gegen lange Bälle? Hatte sie beim Umschalten Zugriff auf alle Räume? Konnte sie sich vertikal befreien und Zweikämpfe in den Sechserräumen eingehen? Fragen, die wir aufgrund der eingeschränkten Sicht unmöglich beantworten können. Da Merkel in den verbleibenden Punktspielen den verletzten Kumbela ersetzen könnte, handelte es sich hier vielleicht um das Einstudieren einer taktischen Variante, die auch gegen Cottbus, Pauli und den FSV Frankfurt denkbar ist: Merkel vorneweg mit dem Feuerlöscher, während die Mitspieler unter der Pulverglocke, nicht sichtbar für den Gegner, kompakte Überzahlformationen in beweglichen Dreiecken schaffen. Doch eben diese Szene &#8211; der Einlauf der Mannschaft mit Merkel am Feuerlöscher &#8211; erklärt Eintrachts Erfolgsgeheimnis: Eine Mannschaft, die selbst bei einer ausgelassenen Aufstiegsfeier mit Zigarren, Jack Daniels &amp; Cola-Dosen und Beck&#8217;s Lemon-Flaschen in der Hand taktische Formationen für die kommenden Spiele einübt, braucht sich über den Aufstieg nicht zu wundern. Herzlichen Glückwunsch für diese sensationelle, wunderschöne und tränenreiche Saison!</p>
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		<title>Liebe emotionslose Verantwortliche des FC Ingolstadt 04,</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 09:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fango</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>ich war zunächst erschüttert über die Information, dass man den Braunschweiger Anhängern bei einem möglichen Drei-Punkte-Gewinn gegen Ihre Fußballmannschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Elite-Klasse des deutschen Fußballs, quasi die Freude darüber verbieten will. Kein &#8211; in solchen Moment üblichen &#8211; „Platzsturm“, um mit dem Team, UNSEREN LEGENDEN, diesen historischen Moment, ein weiteres, herausragendes Ereignis in unserer nahezu 120-jährigen Vereinsgeschichte, feiern zu lassen. Keine für uns Fans traditionell übliche Choreografie, um UNSEREN HELDEN und umsichtigen Verantwortlichen dafür zu danken, dass Sie ohne die Seele des Vereins zu verkaufen, mit einem für Zweitligaverhältnisse mickrigen Etat etwas unglaubliches geschaffen haben und uns nach 28 Jahren wieder in die Liga zurück führen, die unsere Eintracht 1963 mit gegründet hat. Ja, ich war erschüttert, sogar empört! Doch dann habe ich darüber nachgedacht, woher solch eine Ignoranz gegenüber Traditionen, Emotionen und Sitten herrühren kann und bin über einige Dinge gestolpert, die mir vieles klar werden ließen. </p>
<p>Da ist zunächst erst einmal das Gründungsjahr. Null-Vier. Wer sich nur oberflächlich mit Fußball befasst, könnte meinen, dass der FC Ingolstadt auf eine langjährige Tradition zurückblicken kann. Null-Vier, das klingt nach 109-jähriger Vereinsgeschichte. Das klingt nach Namhaften Clubs wie BVB 09, nach S04, TSV 1860 München, Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e. V., oder gar der von uns nicht so sehr geliebte Hannoversche Sportverein von 1896 e. V.. Dass Sie, liebe Verantwortliche, gerade mal auf satte neun Jahre Bestandszeit zurückblicken können, erklärt ein wenig warum Sie von Tradition so gar keine Ahnung zu haben scheinen. Deshalb können Sie den Worten unseres Trainers auch wohl eher wenig abgewinnen, der da sagte, man solle „<em>Tradition nicht als Last, sondern als Chance sehen. Unser Spagat in Braunschweig besteht darin, dass wir mit der Tradition leben; uns ist bewusst, dass Tradition ein großes Pfund und ein Vorteil gegenüber vielen anderen Vereinen ist. Ganz wichtig ist dabei auch, dass man diese Tradition nicht verkauft.</em>“. Gehen Sie einfach davon aus, dass der FC Ingolstadt 04 – selbst wenn Sie mit Ihrem Hauptsponsor AUDI zusammen das gesteckte und dann wohl möglich auch gekaufte Ziel „Aufstieg zum 10-jährigen Jubiläum“ schaffen sollten – von Tradition so weit entfernt sind, wie Uli Hoeneß davor, Deutschlands  Obermoralist schlechthin zu werden. Was mich auf eine zweite Auffälligkeit aufmerksam werden ließ.</p>
<p>Mit einem Zuschauerschnitt von 6800 rangiert Ihr kleines Unternehmen auf dem drittletzten Platz der Zuschauertabelle. Natürlich ist das nicht das schlechteste Ergebnis, aber weit davon entfernt sich von Vereinen abzusetzen wie FC Heidenheim, Hallescher FC in der 3. Liga, oder RW Essen in der Regionalliga. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die benachbarten Gegner wie der TSV 1860, der Jahn Regensburg oder gar VfR Aalen (letzterer eher auf Grund der Entfernung) und traditionell bedingt Kaiserslautern und Dresden die meisten Zuschauer mitgebracht haben, dann relativiert sich die Angabe sogar noch. Wie sollte sich auch in einer gerade mal zehnjährigen Lebenszeit so etwas wie Identifikation und Vereinstreue entwickeln, wenn Sie es nicht einmal hin bekommen, über 3% der Bevölkerung der Stadt für Ihren Verein und vor allem Zweitliga-Fußball zu begeistern. Noch nicht mal Ihr Hauptsponsor kann seine über 34.000 Mitarbeiter von der Notwendigkeit überzeugen, noch einen Retorten-Club in Deutschland zu etablieren. Nein, ich denke und bin mir ziemlich sicher, auch die etwas über 3.500 armen Seelen, die Ihrem Laden die zweifelhafte Treue halten, werden Ihnen kaum etwas von Rituale im Fußball näher bringen können. Und dann war auch der letzte Punkt für mich über aller Maßen einleuchtend.</p>
<p>Wie sollen Sie auch nur ansatzweise die Emotionalität begreifen, wenn zu ihrem Aufstieg in die 2. Liga 2008 zu lesen ist, „<em>Am Samstagabend war es vom erstmals ausverkauften MTV-Stadion per Autokorso zum Rathaus gegangen, vor dem rund 2.000 Fans (Anm. d. Verf.: !!!!!!!!!³) auf den Regionalliga-Vizemeister warteten. Danach durften sich die Beteiligten sogar ins «Goldene Buch« der Stadt eintragen. Der Rest war eine gigantische Freiluftparty.</em>“. Rund Zweitausend Fans &#8211; ich schreibe dass jetzt absichtlich in Worten, damit das Fremdschämpotential etwas geringer ausfällt – das ist der Wahnsinn, das muss wirklich eine gigantische Party gewesen sein. Eine gigantisch enttäuschende. 2000 Fans, das ist das, was Sie, liebe Verantwortliche des FC Ingolstadt von 2004, heute Abend in blaugelber Tracht zu sehen bekommen. Eine feierwütige Meute, die Freitags 1100 Kilometer Wegstrecke nach ihrer Arbeit auf sich nimmt, geil auf Fußball, geil auf ihren Verein und geil auf eine Rückkehr in die 1. Bundesliga, emotional aufgewühlt. Sollte unsere Eintracht also tatsächlich gegen Ihre – für ihre Verhältnisse &#8211; überbezahlte Truppe einen Sieg holen, dann sollten Sie sich einfach mal den Spaß machen und unter http://www.braunschweig.de/kultur_tourismus/stadtportraet/braunschweiger_ansichten/webcam/webcam_schloss.html einen Blick auf eine wirklich GIGANTISCHE Party werfen und zuvor noch in die Gesichter der mitgereisten Eintracht-Fans schauen. Was Sie dort sehen, DAS sind wahre Emotionen! Und die gute Sitte würde es gebühren, den Fans das Feiern mit IHREN AUFSTIEGSHELDEN nicht zu verwehren. Ich verstehe aber inzwischen, dass Sie ja auf Kurzfristigkeit setzen und auf so ziemlich alles sch….n, was den Fußball ausmacht.</p>
<p>Ja, wären Sie, respektive Ihr Club, liebe Ingolstädter Verantwortliche, mit einer derartigen Geschichte gesegnet, ja, dann würden sie etwas von den Emotionen, von traditionell gewachsenen Dingen und von Sitten und Bräuchen im deutschen Fußball verstehen. Deshalb habe ich auch ein geringes Verständnis für Ihre Vorgehensweise. Bitte verstehen Sie aber auch, weshalb Ihr Fußballclub auf lange Sicht wohl eher keine Akzeptanz in der Fußballwelt erfahren wird und sich einreihen kann hinter Clubs wie Hoffenheim, Wolfsburg, RB Leipzig und so weiter…</p>
<p>Blaugelbe Grüße aus der emotional hochgradig aufgeladenen Stadt Braunschweig</p>
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		<title>Lieber Event-Fan&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 06:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/blaugelbewand.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2200" alt="Blaugelbe Wand bei Eintracht Braunschweig" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/blaugelbewand.png" width="600" height="215" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">&#8230;setz&#8217; Dich, nimm Dir &#8216;n Keks&#8230; darf ich ehrlich sein? Nicht die Mannschaft, sondern Du hast mir gestern den Tag versaut. Ein Remis gegen Aue, das ist immer drin, denn Wismut ist ein spezieller Gegner für uns. War es, ist es, und wird es wohl auch immer sein. Die liegen uns nunmal nicht (kannst Du nicht wissen). Aber mit dem Spiel, dem absurden Spielverlauf und dem Ergebnis kann ich leben. Bestens sogar. Denn jetzt stehen die Chancen gut, dass die Fans, die mit nach Ingolstadt fahren, dort nicht nur eine spannendes Spiel zu sehen bekommen, sondern auch was zu Feiern haben werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für diese Feier warst Du, lieber Event-Fan, gestern im Stadion. Für nichts anderes. Weil Eintracht gerade in ist. Da kann man ja mal vorbeischauen. Wahrscheinlich warst Du gestern sogar zum ersten Mal im Eintracht-Stadion. Woran ich das bemerkt habe? Nun, Du kanntest die Spieler nicht, auch nicht die Tabellenkonstellation. Du hast Dich immer wieder über das Spiel beschwert (&#8220;so haben die in der Bundesliga aber nichts zu suchen&#8221;, oder &#8220;spielen die schon die ganze Saison so?&#8221;). Und streckenweise war Dir die lebhafte Diskussion über irgendwelche Schichtpläne mit Deinem Kumpel (ihr beide trugt brandneue Schals &#8211; klar, Ihr habt ja keine alten) wichtiger als das Geschehen auf dem Rasen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zur Stimmung hast Du nichts beigetragen. Nur gemeckert, dass &#8220;die da hinten&#8221; ja viel zu leise seien. Als der Block die Spieler anfeuerte und zum Legendewerden aufforderte, schautest Du sparsam, denn Du kanntest den Text nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Leute wie Dich sind gestern eine Menge echter, langjähriger Fans draußen geblieben. Klar, das ist nunmal das Windhund-Prinzip: wer zuerst kommt, hat die Karte. Es gibt keinen Fan-Test. Jeder darf ins Stadion, wenn er ein Ticket bekommt. Leider. Und jetzt, in Zeiten des Erfolges nach langen Jahren in den Niederungen des deutschen Fußballs, bist Du plötzlich da. In Herzlake oder Lurup habe ich Dich damals übrigens nicht gesehen. Da stand neben mir der Typ, der für heute keine Karte mehr bekommen hat, weil er zum Verkaufsstart nicht am Rechner sitzen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Können wir es nicht beim Sky-Abo belassen? Bitte? Im Stadion ist es doch eh viel zu unbequem. Die Sitze sind ja nur einfache Schalensitze, ohne jede Polsterung. Du müsstest darauf zwei Stunden sitzen! Und die Toiletten erst&#8230; mit mehreren Menschen in einem Raum, dicht gedrängt, kannst Du da überhaupt? Und dann das Wetter &#8211; das Stadion hat ja nicht einmal ein Dach überm Spielfeld, für den Fall, dass es mal regnet &#8211; von Deckenheizungen kann man in dieser zugigen Bude eh nur träumen. Und die Leute&#8230; der Typ vor Dir, der mit dem selbstgestrickten Schal, hat am hellichten Tag Bier getrunken &#8211; ich habe Deine Blicke gesehen, das hat Dich schockiert. Nein, das Stadion ist doch gar nicht der Ort, wo Du sein möchtest. Zuhause ist es warm, trocken, und Du hast keine Parkplatzsorgen, musst also auch nicht wieder nach 85 Minuten &#8211; Du hattest doch für 90 bezahlt! &#8211; das Stadion verlassen, um dem Verkehrschaos noch zu entgehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Denk mal darüber nach. All die Vorteile! Danke.</p>
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		<title>Aufstieg 2013 &#8211; An welchem Tag jetzt eigentlich?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 19:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gialloblu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So. Ich hab das verbotene Wort gesagt: Aufstieg. Wer mit 95%iger Wahrscheinlichkeit als Aufsteiger feststeht, muss endlich mal vom Aufstieg reden. Theoretisch kann es natürlich noch schief gehen: Köln oder Lautern holen 13 Punkte aus fünf Spielen, während Eintracht jedes Match verliert. Oder der Vulkan unterm Yellowstone Nationalpark bricht aus, weltweit verdunkelt sich der Himmel, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/aufstieg.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2191" alt="aufstieg" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/aufstieg.png" width="250" height="172" /></a>So. Ich hab das verbotene Wort gesagt: Aufstieg. Wer mit 95%iger Wahrscheinlichkeit als Aufsteiger feststeht, muss endlich mal vom Aufstieg reden. Theoretisch kann es natürlich noch schief gehen: Köln oder Lautern holen 13 Punkte aus fünf Spielen, während Eintracht jedes Match verliert. Oder der Vulkan unterm Yellowstone Nationalpark bricht aus, weltweit verdunkelt sich der Himmel, die Pandas sterben aus und die Saison wird abgebrochen. Oder Erich Honecker kehrt an Himmelfahrt in einem Raumschiff zur Erde zurück, Eintrachts Punkte werden zwangskollektiviert und an Bauernvereine verteilt. Alles Dinge, die unwahrscheinlich klingen, aber eben nicht 100%ig auszuschließen sind. Deshalb hier die Top-10 der möglichen Termine, sortiert nach ihrer Wahrscheinlichkeit, an denen jeder Eintracht-Fan endlich in wilde, hemmungslose, tagelange Aufstiegs-Ekstase verfallen darf:</p>
<p><strong>Platz 10: Aufstieg am 28.05., nach erfolgreicher Relegation.</strong><br />
0:0 gegen Aue, 0:2 in Ingolstadt, 1:1 gegen Cottbus, 0:3 bei St.Pauli, 0:2 gegen den FSV Frankfurt. Die Bilanz vom Absteiger Regensburg? Nö, die Bilanz von Eintracht im Aufstiegsrennen. Also geht der BTSV (63 Punkte) als Dritter in der Relegation. Wird er in solch unterirdischer Form eine Betriebssportgruppe (SAP oder VW) schlagen, deren Etat größer ist als der Etat aller Zweitligisten weltweit? Na sischa! Wahrscheinlichkeit: 0,1%</p>
<p><strong>Platz 9: Aufstieg am 19.05., nach BTSV &#8211; FSV Frankfurt.</strong><br />
Eintrachts Ergebnisse: siehe Platz 10. Der entscheidende Unterschied: Zwei Pauli-Spieler sehen am letzten Spieltag Rot, so dass der 1.FCK in Überzahl noch den Sieg verdaddelt. Eintrachts Verfolger beenden die Saison mit maximal 62 Punkten. Mit 63 Punkten gibt&#8217;s Jubel-Platzsturm im Eintracht-Stadion, trotz Heimniederlage gegen den FSV. Wahrscheinlichkeit: 1%</p>
<p><strong>Platz 8: Aufstieg am 12.05, nach St.Pauli &#8211; BTSV</strong><br />
Kein Witz &#8211; seit der Überzahl-Blamage in Aue hat Lautern tatsächlich alle Spiele gewonnen: gegen Paderborn, in Cottbus, gegen FSV Frankfurt und in Regensburg. Keiner der Gegner kam auf die glorreiche Idee, einfach mal zu neunt zu spielen. So hat der 1.FCK einen Spieltag vor Schluss 61 Punkte, kann insgesamt also auf 64 Punkte kommen. Der Eintracht ist&#8217;s egal, denn nach dem vierten Unentschieden in Folge (Aue, Audi, Cottbus, Pauli) bejubelt der BTSV nach Abpfiff am Millerntor mit 65 Punkten den Aufstieg. Wahrscheinlichkeit: 2%</p>
<p><strong>Platz 7: Aufstieg am Sonntag, 28.04., nach Köln &#8211; 1860.</strong><br />
Das Aufstiegsrennen als Schneckenrennen: Lautern stolpert zu Hause, Eintracht schwächelt daheim, da möchte Köln vor eigenem Publikum auch nicht gewinnen. Mögliches Szenario: 1.FCK &#8211; Paderborn 1:1 (30. Spieltag, Samstag), BTSV &#8211; Aue 1:1 (30, So), MSV &#8211; Köln 1:2 (30, Mo), Audi &#8211; BTSV 0:0 (31, Fr), Köln -1860 2:2 (31, So). Tabelle am Sonntag Abend: BTSV 63 Punkte, Köln 53 (maximal 62 Punkte nach den restlichen drei Spielen), 1.FCK 50 (maximal 62 Punkte nach den restlichen vier Spielen). Wahrscheinlichkeit: 3%.</p>
<p><strong>Platz 6: Aufstieg am Sonntag, 05.05., nach 1.FCK &#8211; FSV Frankfurt.</strong><br />
Eintrachts Traum begann, als Torsten Lieberknecht drei Spieltage vor Schluss der Regionalliga-Saison 07/08 das Traineramt von Benno Möhlmann übernahm. Und der Traum wird wahr, als Benno Möhlmanns FSV am Betzenberg zwei entscheidende Punkte holt. Mögliches Szenario: 1.FCK &#8211; Paderborn 2:0 (30, Sa), BTSV &#8211; Aue 1:1 (30, So), MSV &#8211; Köln 2:2 (30, Mo), Audi &#8211; BTSV 0:0 (31, Fr), Köln -1860 2:1 (31, So), Cottbus &#8211; 1.FCK 0:1 (31, Mo), Bochum &#8211; Köln 0:1 (32, Sa), 1.FCK &#8211; FSV 1:1 (32, So). Tabelle am Sonntag Abend: BTSV 63 Punkte, 1.FCK und Köln 56 (maximal 62 Punkte nach den restlichen beiden Spielen). Wahrscheinlichkeit: 4%.</p>
<p><strong>Platz 5: Aufstieg am Samstag, 04.05., nach Bochum &#8211; Köln.</strong><br />
1989, nach Derbysieg und 5:1-Erfolg bei Neururers Schalkern, schien Eintracht schon auf dem Weg zurück in die Bundesliga. 24 Jahre später sorgt Neururers VfL für den entscheidenden Kölner Punktverlust, so dass der BTSV zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Cottbus aufgestiegen ist! Mögliches Szenario: K&#8217;lautern &#8211; Paderborn 2:0 (30, Sa), BTSV &#8211; Aue 1:1 (30, So), MSV &#8211; Köln 1:2 (30, Mo), Audi &#8211; BTSV 0:0 (31, Fr), Köln -1860 2:1 (31, So), Cottbus &#8211; 1.FCK 1:1 (31, Mo), Bochum &#8211; Köln 2:2 (32, Sa). Tabelle am Samstag Abend: BTSV 63 Punkte, Köln 56 (maximal 62 Punkte nach den restlichen beiden Spielen), 1.FCK 53 (maximal 62 Punkte nach den restlichen drei Spielen). Wahrscheinlichkeit: 5%.</p>
<p><strong>Platz 4: Aufstieg am Montag, 06.05., nach Eintracht &#8211; Cottbus.</strong><br />
September 2007: Als Tabellenletzter der Regionalliga empfängt Eintracht den Vorletzten, die Zwoote von Cottbus. Fünfeinhalb Jahre später: Aufstieg in die Bundesliga gegen die Erste von Cottbus. Mögliches Szenario: 1.FCK &#8211; Paderborn 2:0 (30, Sa), BTSV &#8211; Aue 1:0 (30, So), MSV &#8211; Köln 1:2 (30, Mo), Audi &#8211; BTSV 1:0 (31, Fr), Köln -1860 2:1 (31, So), Cottbus &#8211; 1.FCK 0:1 (31, Mo), Bochum &#8211; Köln 0:2 (32, Sa), 1.FCK &#8211; FSV 3:0 (32, So), BTSV &#8211; Cottbus 1:1 (32, Mo). Tabelle am Montag Abend: BTSV 65 Punkte, Köln/1.FCK jeweils 58 (maximal 64 Punkte nach den restlichen beiden Spielen). Wahrscheinlichkeit: 10%.</p>
<p><strong>Platz 3: Aufstieg am Montag, 29.04., nach Cottbus &#8211; K&#8217;lautern.</strong><br />
Die schlimmste Art aufzusteigen: Man pennt Montag Abends vor der Glotze ein, irgendwer switcht auf ZDF, und plötzlich wacht man auf, weil im heute-journal die Schwester vom Slomka &#8216;in der zweiten Liga&#8217; sagt. Im Hintergrund steht 1:1 und im Halbschlaf peilt man &#8216;ne Minute später, DASS EINTRACHT FUCKING AUFGESTIEGEN IST! Mögliches Szenario: 1.FCK &#8211; Paderborn 1:0 (30, Sa), BTSV &#8211; Aue 1:0 (30, So), MSV &#8211; Köln 2:2 (30, Mo), Audi &#8211; BTSV 1:0 (31, Fr), Köln -1860 2:1 (31, So), Cottbus &#8211; 1.FCK 1:1 (31, Mo). Tabelle am Montag Abend: BTSV 64 Punkte, Köln/1.FCK jeweils 53 (maximal 62 Punkte nach den restlichen drei Spielen). Wahrscheinlichkeit: 15%.</p>
<p><strong>Platz 2: Aufstieg am Montag, 22.04., nach MSV &#8211; Köln.</strong><br />
Was soll der Quatsch, dass man unnötig lange wartet? Aufstieg jetzt! Und wenn es heute nicht klappt, dann eben übermorgen! Mögliches Szenario: 1.FCK &#8211; Paderborn 1:1 (30. Spieltag, Sa), BTSV &#8211; Aue 1:0 (30. Spieltag, So), MSV &#8211; Köln 2:2 (30. Spieltag, Mo). Tabelle am Montag Abend: BTSV 64 Punkte, Köln/1.FCK jeweils 50 (maximal 62 Punkte nach den restlichen vier Spielen). Wahrscheinlichkeit: 20%.</p>
<p><strong>Platz 1: Aufstieg am Freitag, 26.04., nach Ingolstadt &#8211; Eintracht.</strong><br />
Wer es zeitlich geregelt kriegt, muss da hin! Denn die Chance, dass die Reise sich lohnt, ist verdammt groß. Nicht nur, weil Eintrachts letzter Aufstieg ebenfalls in Oberbayern offiziell wurde. Mögliches Szenario: 1.FCK &#8211; Paderborn 1:0 (30, Sa), BTSV &#8211; Aue 1:0 (30, So), MSV &#8211; Köln 1:2 (30, Mo), Audi &#8211; BTSV 0:0 (31, Fr). Ist wahrscheinlich! Und reicht! Tabelle am Freitag Abend: BTSV 65 Punkte, Köln/1.FCKs jeweils 52 (maximal 64 Punkte nach den restlichen drei Spielen). Wer nicht säuft, der ist ein Roter! Wahrscheinlichkeit: 40%.</p>
<p>Fazit: Übermorgen Aue schlagen, und am Freitag alle Mann und Frau runter Richtung Donau! April-Aufstieg allez!</p>
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		<title>Ding Dong! Schmadtke&#8217;s Gone!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 19:18:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute erreichte uns eine traurige Nachricht aus der Nachbarschaft: Das Traumduo Slomka-Schmadtke existiert nicht mehr. Eigentlich schade, denn in welcher Organisation gibt es das heutzutage noch, dass die zwei wichtigsten Angestellten jedes Gespräch miteinander meiden, und sich höchstens mal per E-Mail anpflaumen? Sowas gibt es nur bei der Marke vom Maschsee! Trainer Slomka und Manager [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/slomka.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2183" alt="slomka" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/slomka.png" width="243" height="159" /></a>Heute erreichte uns eine traurige Nachricht aus der Nachbarschaft: Das Traumduo Slomka-Schmadtke existiert nicht mehr. Eigentlich schade, denn in welcher Organisation gibt es das heutzutage noch, dass die zwei wichtigsten Angestellten jedes Gespräch miteinander meiden, und sich höchstens mal per E-Mail anpflaumen? Sowas gibt es nur bei der Marke vom Maschsee! Trainer Slomka und Manager Schmadtke reden schon lange nicht mehr miteinander, haben sich bei facebook entfreundet und schenken sich zum Geburtstag auch keine Verzehrgutscheine mehr fürs Block House am Kröpcke. Heute setzte Präsident Kind diesem unwürdigen Zickenkrieg ein Ende. Oder, wie es im Diplomatensprech heißt: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-hannover-96-trennt-sich-von-manager-schmadtke-a-894904.html" target="_blank">Wir haben uns einvernehmlich auf eine Freistellung geeinigt.</a>&#8221;</p>
<p>Wir freuen uns, dass eine Kopie von Slomkas letzter E-Mail an Schmadtke zufällig in unserem Account landete. Hier ist sie:</p>
<p><em><strong>Von:</strong> &lt;slomka@hannoi-9X.de&gt;</em><br />
<em><strong>An:</strong> &lt;schmadtke@hannoi-9X.de&gt;</em><br />
<em><strong>Betreff:</strong> Und tschüss&#8230;</em><br />
<em><strong>Datum:</strong> 17.04.2013   12:31:41</em></p>
<p><em>Hallo Schmadtke,</em></p>
<p><em>hat der Alte dich jetzt also vor die Tür gesetzt. Würde es mir Leid tun, hätte ich&#8217;s dir persönlich gesagt. Es tut mir aber nicht Leid &#8211; also kriegst du von mir, wie immer, bloß eine Mail.</em></p>
<p><em>Apropos Mail: Letzte Woche fragte mich MK mal wieder, warum wir beide nur per E-Mail miteinander kommunizieren. Ich antwortete: &#8220;Herr Präsident, mit dem Schmadtke zu reden hat keinen Sinn. Der hört nämlich so verdammt schlecht. Deshalb sitzt der auch den ganzen Tag in seinem Büro, googelt &#8216;Hörgerät&#8217;, und hat null Hits. Solange der Schmadtke zu blöd ist, im Internet ein Hörgerät zu finden, werde ich ihm weiter E-Mails schreiben!&#8221; War natürlich nur ein Joke, den der Alte sicherlich verstanden (LOL!) hat.</em></p>
<p><em>Als ich vorhin mitkriegte, dass ihr euch einvernehmlich getrennt habt *totlach.gif*, musste ich echt grinsen. Hab ich wirklich vergessen, MK mitzuteilen, dass ich in der Sommerpause zurück zu Schalke geh? Dass du und ich im gleichen Verein keine Zukunft haben, war ja klar. Dass ich aber im Sommer sowieso gehe&#8230; nee, hab ich wohl voll vergessen, unserem Präsi davon zu erzählen. Hätte er dich ja gar nicht rauswerfen müssen! Sorry, ich meinte: Er hätte sich gar nicht einvernehmlich mit dir auf eine Freistellung einigen müssen! <img src='http://www.leopedia.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><em>Denn mal im Ernst: Die nächste Saison tu ich mir hier nicht an. Hast du mal auf die Tabelle der zweiten Liga geguckt? Auf Platz zwei? Auf zwei Derbyniederlagen hab ich keinen Bock. Deshalb bin ich Mitte Mai hier raus!</em></p>
<p><em>Naja, egal. Werde dem Alten empfehlen, den Rangnick als meinen Nachfolger freizukaufen. Dann soll er noch den Idrissou aus Lautern holen und den Lindemann am Strand von Thailand einsammeln. Wären nächstes Jahr wieder Drei dabei, die sich mit Derbyniederlagen gegen Braunschweig bestens auskennen. Und du? Wieder zurück nach Aachen? Mach mal! Da ist nächstes Jahr bestimmt &#8216;ne Stelle frei! Müsstest aber auf zwei Nullen bei deinem Gehalt verzichten &#8211; und ich meine nicht die beiden Nullen hinterm Komma!</em></p>
<p><em>Machs gut und entschuldige, dass ich keine Zeit hab, zum Abschied kurz nach nebenan in dein Büro zu kommen. Verstehste (LOL!), ne?</em></p>
<p><em>Dein Mirko</em></p>
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		<title>Domi für Deutschland!</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 07:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gialloblu</dc:creator>
				<category><![CDATA[DFB]]></category>
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		<description><![CDATA[Ab und zu gucken hier interessierte Fachleute rein, die sich fragen: &#8220;Seid ihr echt Fans vom ehemaligen Bundesligisten Eintracht Braunschweig? Die spielen doch immer noch in der Oberliga Nord, stimmts? Das muss ja ganz schön hart sein!&#8221; Und diese Experten haben Recht: Gelegentlich ist es ganz schön hart, Eintracht-Fan zu sein. Denn in fast jedem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/dfb.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2176" alt="dfb" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/dfb.png" width="340" height="147" /></a>Ab und zu gucken hier interessierte Fachleute rein, die sich fragen: &#8220;Seid ihr echt Fans vom ehemaligen Bundesligisten Eintracht Braunschweig? Die spielen doch immer noch in der Oberliga Nord, stimmts? Das muss ja ganz schön hart sein!&#8221; Und diese Experten haben Recht: Gelegentlich ist es ganz schön hart, Eintracht-Fan zu sein. Denn in fast jedem Spiel gibt es eine Sekunde, in der furchtbare Dinge passieren: Steht man im Stadion, fliegt einem plötzlich ein Plastebecher an den Hinterkopf, und ein jubelnder Zwei-Zentner-Koloss hüpft einem auf den Fuß. Sitzt man zu Hause vorm Fernseher, sprüht plötzlich das Bier über den Teppich und der Hund bellt los wie blöd. Was jeweils in dieser Sekunde passiert ist? Domi Kumbela hat per Seitfallzieher Eintrachts zweites Tor erzielt!</p>
<p>Domis Treffer sind einerseits von märchenhafter Schönheit. Andererseits sorgen sie auch dafür, dass das große Eintracht-Märchen wahr werden kann. Beim letzten Heimspiel, gegen Dresden: Zuspiel von der rechten Seite, Seitfallzieher Kumbela, der Ball schlägt am linken Pfosten ein. Beim letzten Auswärtsspiel, in Sandhausen: Flanke von der rechten Seite, Seitfallzieher Kumbela, der Ball schlägt unter der Latte ein. Drei Punkte gegen Dresden, drei Punkte in Sandhausen. Schon drei Spieltage vor Saisonende könnte der BTSV als Rückkehrer in die Bundesliga feststehen!</p>
<p>Eintrachts bisherige Aufstiege ins Oberhaus wurden ebenfalls von herausragenden Torschützen geprägt: 1974 ballerte Bernd Gersdorff Dorfvereinen wie Itzehoer SV und Heider SV die Bude voll. 1981 knallte Ronnie Worm Kleinstadttruppen wie RW Lüdenscheid und SC Herford die Bälle um die Ohren. Beide Stürmer standen ein Jahr später zumindest im Dunstkreis der deutschen Nationalelf: 1975 wurde Bernd Gersdorff beim Spiel in Österreich eingewechselt, und Ronnie Worm stand 1982 im vorläufigen 40-Mann-Kader für die WM in Spanien.</p>
<p>Daher wäre es konsequent und logisch, wenn Domi Kumbela &#8211; der regelmäßig gegen richtige Vereine wie 1.FC Köln und 1.FC Kaiserslautern trifft &#8211; endlich mal folgende Mail aus Frankfurt erhält: &#8220;Lieber Domi, bitte teile uns deine Konfektionsgrößen für Trikot, Sakko und Bademantel mit. Trägst du deinen Anzug lieber klassisch regular oder modern casual? Benutzt du eine Creme für trockene oder für empfindliche Haut? Wir kümmern uns um alles! Liebe Grüße, dein DFB. PS: Du bist zum nächsten Länderspiel eingeladen!&#8221;</p>
<p>Interessierte Fachleute könnten an dieser Stelle einwerfen, dass die Konkurrenz im Angriff der Nummer zwei der Weltrangliste &#8211; Deutschland &#8211; sicherlich viel zu groß für einen Stürmer von Eintracht Braunschweig ist. Mal schauen: Da wäre zunächst Mario Gomez, über den Mehmet Scholl bereits <a href="http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.portugal-gegen-deutschland-harte-gomez-kritik-von-scholl-wund-gelegen.f6ec1284-2c16-47c5-9434-14cdfe04c2a4.html" target="_blank">bei der letzten EM</a> alles sagte. Da ist Miro Klose, zur Zeit dauerverletzt, der demnächst vierzig Kerzen auf seiner Geburtstagstorte auspusten muss. Stefan Kießling, der vermutlich keine Einladung mehr kriegt, weil er Jogi Löws Frisur doof findet. Sogenannte Hoffnungsträger wie Lasogga, Esswein und der ehemalige Braunschweiger Polter, die zusammen in dieser Saison sechs Tore geschossen haben. Konkurrenz für Domi? Exisitiert nicht!</p>
<p>Kein Wunder also, dass Kumbela im Februar auf die Teilnahme am Afrika-Cup verzichtete: Mit einem Pflichtspiel für die DR Kongo hätte er die Chance verspielt, bei der WM 2014 in Brasilien für Deutschland zu stürmen! Frei wäre auch die Rückennummer 12, die bei den letzten Turnieren noch von Tim Wiese getragen wurde. Domi mit seiner Nummer 12, da würde es schon in der Gruppenphase ständig im gegnerischen Kasten klingeln: Erst zwei Kopfballtore gegen Japan, dann zwei Seitfallzieher gegen Kolumbien. Anschließend zwei Kontertore gegen England, die zu Unrecht vom Linienrichter aus Österreich wegen Abseits aberkannt werden.</p>
<p>Gibt es überhaupt ein Argument, dass gegen Domi im Nationaldress spricht? Leider ja: Der DFB bevorzugt brave Streber gegenüber weniger braven Typen wie zum Beispiel Kevin Prince Boateng oder Jermaine Jones. Lieber die pflegeleichten Jungs aus den Nachwuchs-Leistungszentren anstelle der schwierigen Jungs aus dem Fußballkäfig. Vor gut einer Woche eröffnete die <a href="http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article115058010/Herthas-Gegner-Kumbela-ist-ein-Torjaeger-im-zweiten-Fruehling.html" target="_blank">Berliner Morgenpost</a> einen Artikel mit dem Satz &#8220;Einst bestimmten Gewalt und Drogen das Leben von Stürmer Domi Kumbela.&#8221; Darf man so einen Spieler mit gutem Gewissen als Dauergrinser in einen Werbespot für Nutella, Mercedes-Benz oder Mas Integracion  einsetzen? Einen Spieler, der einst aus der U19 des 1.FC Kaiserslautern flog, weil er zum Runterkommen eine Tüte Weed statt &#8211; wie unter den Mannschaftskameraden vermutlich üblich &#8211; ein paar Liter Pfälzer Bier konsumierte? Nein, dem Premium-Partner des DFB, Bitburger, dürfte so ein Verhalten überhaupt nicht schmecken&#8230;</p>
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		<title>Ultras im Abseits?</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 20:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Ultras]]></category>
		<category><![CDATA[Fankultur]]></category>
		<category><![CDATA[Jannis Linkelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Thein]]></category>

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		<description><![CDATA[Geben wir es doch einfach mal zu: für uns, die wir der alten Schule angehören, also älter als 25 Jahre sind und vielleicht sogar noch eine Fankutte im Schrank hängen haben, sind die Ultras doch ein komplettes Geheimnis. Ihre Art, die Mannschaft anzufeuern, ist uns fremd. Wir verstehen nichts von den Hintergründen dieser Subkultur &#8211; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/ultras-im-abseits.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2167" alt="Ultras im Abseits?" src="http://www.leopedia.de/wp-content/uploads/2013/04/ultras-im-abseits.png" width="200" height="200" /></a>Geben wir es doch einfach mal zu: für uns, die wir der alten Schule angehören, also älter als 25 Jahre sind und vielleicht sogar noch eine Fankutte im Schrank hängen haben, sind die Ultras doch ein komplettes Geheimnis. Ihre Art, die Mannschaft anzufeuern, ist uns fremd. Wir verstehen nichts von den Hintergründen dieser Subkultur &#8211; und die Populär-Medien tun auch nichts dafür, dass es besser wird. Denn hier, in Bild, Stern, RTL, wird Ultra beinahe schon als Synonym für eine neue Art Hooliganismus verwendet. Dabei ist die Ultraszene absolut faszinierend &#8211; und so weit von Hooligans entfernt, wie es überhaupt nur möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Um das zu verstehen, haben die regelmäßigen Stadionbesuche, bei denen man als &#8220;Normalo&#8221; &#8211; vor allem als ehemaliger Gegengerade-Steher &#8211; ja doch nur Außenstehender und Beobachter ist, bei mir nicht ausgereicht. Einen echten Einblick in die Szene, in die Art und Weise, wie unser Nachwuchs so tickt, bot mir dagegen das Buch &#8220;Ultras im Abseits? Porträt einer verwegenen Fankultur&#8221;, so eine Art Ultra-Verständnis-Crashkurs. Die Herausgeber Martin Thein und Jannis Linkelmann haben für das 270 Seiten dicke Buch eine Vielzahl einzelner Aufsätze gesammelt. Zu Wort kommen dabei Fanbeauftragte, Polizisten, Journalisten, Wissenschaftler &#8211; aber eben auch Ultras. Und jeder einzelne Aufsatz ist lesenswert und schafft es, das Mysterium Ultra aus einer anderen Perspektive zu beleuchten.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Ultras im Abseits&#8221; bekommt von mir beinahe die volle Punktzahl. Leichte Abzüge in der B-Note gibt es lediglich für die manchmal schwer zu lesende Schreibe der mitwirkenden Wissenschaftler und für das Foto auf Seite 249. Mein Fazit: wer ein echtes Interesse daran hat zu verstehen, was Ultras überhaupt sind, wie die Szene tickt und was sie bewegt, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Wer seine Vorurteile nicht durch neues Wissen riskieren will, lässt besser die Finger davon.</p>
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